Das Gedicht ist zwar “süß” und schnuckelig
aber von Kurt Tucholsky 1930 (Veröffentlicht in „Die Weltbühne“) ist es nicht.“Jetzt ist es raus, es war der Wirtschaftswissenschaftler Richard Kerschhofer. Zu lesen gab es das Gedicht in der österreichischen Zeitschrift „Zeitbühne“ . Und Herr Kerschhofer ist quicklebendig, im Gegensatz zu Kurt Tucholsky. Aber auch er hätte seine wahre Freude an diesem Stück gehabt.”
http://www.rottmeyer.de/falsches_tucholsky_gedicht/
3. Dezember 2008 !!!
Altes Grundprinzip
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!
Und…
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DANKE !
Was für eine herr-lich(t)e Gebrauchs-An-Weisung für die ur-alte Spiel-Feld-Pappe, die hier nur noch so Sinn-befreit rumzufliegen scheint … welche Farbe müssen die „Männchen“ haben ?
und wer hat die Würfel ?
– Oh sorry, schon gefunden … 😀 )))
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