Dreier mit einem Schüler. Das ist das Gelobte Land von WDR-Intendant Tom Buhrow aus Seligenthal bei Siegburg, geboren in Troisdorf, vormals Mister Tagesthemen, zurzeit WDR-Intendant in Köln.

Gut, dass der 16 jährige Mensch männlichen Geschlechts nicht in Uganda, Kenia oder sonst einer Kolonie des Britischen Empires erwischt wurde: dort gilt, er war noch keine 18 und hat sich damit als Minderjähriger nicht an das Gesetz gehalten. Erst einmal ein Jahr Untersuchungshaft und wegen „Defilement“ = Besudelung, Schändung
für den Versuch: Lebenslange Haftstrafe
für die Ausführung: Todesstrafe
129. (1) Any person who performs a sexual act with another person who is below the age of eighteen years, commits a felony known as defilement and is on conviction liable to life imprisonment.
Any person who attempts to perform a sexual act with another person who is below the age of eighteen years commits an offence and is on conviction, liable to imprisonment not exceeding eighteen years.
Any person who performs a sexual act with another person who is below the age of eighteen years in any of the circumstances specified in subsection (4) commits a felony called aggravated defilement and is, on conviction by the High Court, liable to suffer death.

Xavier Naidoo tritt bei Demo für „Deutsches Reich“ auf. Zentralrat der Exclusiv ermordeten Juden in Europa: „Fragwürdige Verschwörungstheorie“

Manche Leute erzählen einem den dümmsten Mist. Gut, dass niemand gezwungen werden kann, ihn essen zu müssen.

Größte Pädophilenorganisation jubelt über den warmen Geldsegen vom Pimmel

11 Milliarden Euro Cash für den Todeskult nicht von schlechten Eltern …

Dafür schäme ich mich nicht

Und peinlich ist es auch nicht.

‚Gott‘ ist Einer und es gibt keinen ‚Gott‘ außer ‚Gott’“.

Heilige Thora, Heilige Veden, Heilige Simrad Baghawad Gita, Heiliges Evangelium, Heiliger Koran.

Jesus Christus – Jauhushua der Messias – hat ihn wie einen Vater bekannt gemacht. Nun erschließt sich aus der Nachricht von seiner Hinrichtung, Grablegung und Auferstehung von den Toten, dass Jesus niemand anderes sein kann, als dieser eine ‚Gott‘, „der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden; welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe.“ Kolosser-Brief, Luther-Text 1912

(Epheser 1.11) (1. Petrus 1.4) (Kolosser 2.15) (Epheser 1.7) (Hebräer 1.3) (Offenbarung 3.14) (Johannes 1.3) (Johannes 1.10) (Hebräer 1.2) (Apostelgeschichte 26.23) (1. Korinther 15.20) (Epheser 1.22) (Offenbarung 1.5)

Somit darf – obwohl eine Nebensächlichkeit – angenommen werden, dass ‚Gott‘ der Eine, eine heilige „Trinität“ oder heilige „Dreifaltigkeit“ ist oder orthodox gesprochen ‚Gott‘ der Eine – die ewig anwesende Gegenwart, der Gegenwärtige – in Hypostasen immer gegenwärtig ist.

Die Begegnung Abrahams mit ‚Gott‘ in Mamre zeigen das anschaulich, die Philosophie Indiens lehrt es, Paulus bestätigt es im Brief an die Kolosser. Der Todeskult – die sogenannte christlichen Religion des Abendlandes – ein reiner Schuldkult, der die abscheuliche Irrlehre vom Bösen-Sein des Menschen und seiner Schuld lehrt und damit die Existenz Gottes als solche nicht nur in Frage stellt, sondern leugnet, hat aus dem Ewigen einen Drei-Masken Gott fabriziert und ist des Wahns verfallen, sich Ihn durch menschliche Phantasmen unterworfen zu haben, die ihren abscheulichsten Niederschlag in der Lehre findet, wenn irgend ein Mensch männlichen Geschlechts über die Produkte menschlicher Arbeit – Brot und Wein – ein paar Worte murmelt, doch tatsächlich daraus das echte Fleisch und Blut einer Gottheit würde, dessen Fleisch der Mensch fressen und dessen Blut er saufen könne.

Nach orthodoxem Kirchenverständnis ist Kirche überall dort, wo Eucharistie gefeiert wird. Jede christliche Gemeinde, die sich um ihren Bischof oder den von ihm beauftragten Priester zur Eucharistiefeier versammelt, erfährt die lebendige Gegenwart Jesu Christi und durch ihn die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott, mit den Engeln und mit der großen Schar der Heiligen. Die Gemeinde der Gläubigen wird durch den Empfang der eucharistischen Gaben zum Leib Christi.

Selbstverständlich darf hierbei nie aus den Augen gelassen werden, was Jesus der Frau am Jakobsbrunnen in Sychar mitteilte:

Das Weib spricht zu ihm: HERR, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle. (5. Mose 12.5) (Psalm 122.1) Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, wen ihr anbetet; wir wissen aber, wen wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden. (2. Könige 17.29-41) (Jesaja 2.3) Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Römer 12.1) (2. Korinther 3.17) Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn derselbe kommen wird, so wird er’s uns alles verkündigen. (Johannes 1.41) Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.“ Johannes 4 Und an anderer Stelle: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da Bin Ich mitten unter ihnen.“

Ein paar persönliche Hinweise. Nach meiner Geburt wurde ich meiner Mutter „rechtlich“ und den „geltenden Gesetzen entsprechend“ für 21 Tage „entzogen“. Das ist sicher ganz „normal“ und unter anderen Gegebenheiten bis heute das „Schicksal“ vieler Millionen geborener Kinder auf dieser Welt. Ohne ‚Gott‘ hätte ich wohl den Schaden, der dadurch an mir entstanden ist, niemals „ausgleichen“ können. Meine Mutter hat dieses Ereignis allerdings bis zu ihrem Tod nie überwunden. Trotz der anschließenden „Behütung“ durch meine Mutter, bin ich doch in einer Welt aufgewachsen, die als asozial und voller Armut bezeichnet werden darf, dem das Stigmata eines unehelichen Bastards anhaftete.

In jeder Hinsicht war meine Kindheit apolitisch und areligiös, wenn ich mich auch noch daran erinnere, dass mir und meinen zwei jüngeren Geschwistern von einem Bekannten mit fünf Jahren Jesus bekannt gemacht wurde, dessen zwei Kindergebete ich seit diesem Abend nicht vergessen habe, obwohl dies einmalig gewesen ist. Nach dem Umzug aus dem Lager in eine Siedlung 1968 wurde ich in einer Evangelisch-Lutherischen Kirche getauft. Meine Mutter und mein Stiefvater, der „mein Vater“ wurde, wofür ich ihm bis heute dankbar bin, versprachen sich daraus rein materielle Vorteile, ohne das dies für sie irgendeine tiefer gehende Relevanz für sie bedeutet hätte.

Danach zogen wir häufiger um und so lernte ich auch den Marianischen Katholizismus der Hoch-Eifel kennen, der damals bis in die Schule hineinwirkte, so dass ich als Ketzer vor der Türe stehen musste bis das „Vater Unser“ und das viele Male wiederholte „Ave Maria“ beendet waren. Die nächsten drei Jahre wurde mir und auch meinen ein Jahr jüngeren Bruder diese dörfliche Gegend jedoch zu einer Heimat, obwohl wir natürlich nie dazu gehörten, aber dort lebten bereits Menschen, die durch Krieg und Vertreibung dort angesiedelt worden waren. Vielleicht war es das, was es „einfacher“ machte oder die Tatsache, dass die SPD den Kanzler stellte und Nordrhein-Westfalen eine SPD-Regierung bekam in dessen Folge dem katholischen Schulsystem – wohl besonders in den ländlichen Gegenden – der Gar ausgemacht wurde.

Dies hatte für mich in der vierten Klasse allerdings auch zur Folge, dass wir zehn bis elfjährigen heimlich – war so, wir sollten mit unseren Eltern darüber auf keinen Fall reden – die sexuelle Aufklärung erfuhren, ohne dass danach auch eine entsprechende „Erziehung“ stattfand, geschweige denn einem der Umgang mit seiner Sexualität in irgendeiner Form vermittelt worden wäre. Für mein Leben hatte das jedenfalls ganz fatale Folgen, wie mir viele Jahrzehnte später erst wirklich bewusst wurde, denn seit jenem „Unterricht“ war ich sexuell aktiv. In welch destruktiven System ich doch aufwuchs.

1973 erfolgte für mich und meinen Bruder eine echte Katastrophe, als wir wieder einmal umzogen. Diesmal zogen wir in die Hochburg des Protestantismus nach Nordhessen, „zufällig“ in ein Dorf, das zu Homberg gehört, dem Ort, wo die Reformation ausgerufen wurde. Damit hatten wir wirklich „Heimat“ verloren.

Zwei Jahre danach ging ich zum Konfirmanden-Unterricht, weil das dort eben so üblich ist. Auf einer Konfirmations-Freizeit erzählte uns ein junger Missionar von Jesus. Nun, kleinen Jungen kann alles erzählt werden, und was der da alles über diesen Jesus erzählte, hatte ich auch noch nie gehört. Also habe ich mich in der Nacht davongeschlichen, mich hingekniet und diesem Jesus gesagt, dass wenn es ihn gäbe, er gerne in mein Herz kommen dürfe. Tja, und da wusste ich, das dieser Mann wohl die Wahrheit über diesen Jesus erzählt hatte. Das hatte eine tiefe innere Veränderung in mir ausgelöst. Irgendwie ahnte ich jetzt, wen dieser Bekannte meiner Eltern meinte, als er mir als ich fünf Jahre alt war, diese zwei kurzen Kindergebete beibrachte. Gott hatte damit einen Namen, war für mich menschlich „fassbar“ geworden. Nicht irgendein „Etwas“, sondern schon ein irgendwie greifbarer „Jemand“.

Nach der Freizeit engagierte ich mich in unserer Dorfgemeinde, half beim Kindergottesdienst und tat mich auch sonst nützlich. Mein Freund, der sich auf der selben Freizeit „bekehrte“ und ich, waren sogar so überzeugt, dass wir „Jesus-Lieder“ im Regen sangen, um das Heil den anderen Dorfbewohnern mitzuteilen. Was ich aber vor allem anderen tat, war, dass ich die Bibel sehr intensiv anfing zu lesen. Das erste Mal dauerte das nur drei Tage. Was für eine so ganz andere „Welt“. Was für ein Gott!!!

Zeitgleich erhielt ich regelmäßig von einem Missionswerk einen Bibelkurs, den ich wichtiger nahm als meine Lieblingsfächer Geschichte und Biologie in der Schule. Und natürlich fehlte ich bei keinem Gottesdienst oder sonst einer Veranstaltung der Dorf-Kirche. Außer bei Beerdigungen, da bin ich grundsätzlich nicht hingegangen, weil „Jesus ja sagte, dass die Toten ihre Toten selber begraben sollen.“ Nun, da ich schon immer alles sehr gewissenhaft machte oder es eben ganz bleiben ließ, wenn es mir nicht passte, konnte mir der Widerspruch zwischen dem, was ich – vor allem im Evangelium – las und der „kirchlichen“ Wirklichkeit nicht verborgen bleiben.

So ziemlich alles stand damit in einem Konflikt und häufig in einem offenen Widerspruch. Vor allem natürlich mein eigenes Tun oder Lassen. Exemplarisch will ich aber nur eines herausgreifen. Im Evangelium steht zwar viel von den Leiden und der Verfolgung eines an Gott glaubenden Menschen, aber eben auch, dass Christen dankbare und frohe Menschen sind, denen Gott selbst in größter Not und Krankheit nicht nur beisteht, sondern sie auch rettet und heilt. „Warum aber gehen die Leute so traurig und geknechtet in die Kirche und – viel schlimmer noch – warum kommen die alle eigentlich noch unglücklicher und gebeugter wieder aus derselben?“ Das waren einige meiner Beobachtungen und Fragen. Antworten aber gab es keine.

Meine Mutter sah meine Entwicklung, insbesondere mein Studium der Bibel, gar nicht gerne. Dafür wurde ich meist sehr hinterhältig, selten offen durch Prügel bestraft. Das endete dann damit, dass sie mir direkt verbot sie zu lesen, worauf ich ihr erwiderte, dass ich ihr immer in allem Gehorsam gewesen sei, ihr aber darin niemals Folge leisten werde. Sie wurde ganz hysterisch und fing mir an, ins Gesicht zu schlagen. „Wenn euch einer auf die rechte Wange schlägt, haltet auch die andere hin,“ kam es in jenem Moment mir in den Sinn, was ich ihr sagte: „Bitte, die andere. Ja, hier die andere …“. Sie brach nach dem dritten Schlag, wie von einem Blitz getroffen in sich zusammen und wälzte sich auf dem Boden, wie ein von Sinnen geratener Mensch. Von Stund an ging sie mir aus dem Weg, wenn es auch nur irgendwie zum Thema Gott, Bibel oder Kirche kam. Sie hörte auch damit auf in mein Zimmer zu kommen und zu schnüffeln, ob ich dieses „verd… Buch schon wieder lesen würde.“

Spät abends hörte ich oft den ERF für junge Leute. Oft ging es da auch um ein „politisches Engagement“, dem man sich als Christ nicht entziehen dürfe. Das ging soweit, dass der marxistisch-leninistische Umsturz in Äthiopien gerechtfertigt wurde und zwar mit der Begründung, dass schließlich auch Christen in der neuen Regierung beteiligt sind. Diese Sendung war etwa zwei Jahre nach den Ereignissen von 1974 in Äthiopien.

Ein gesalbter Gottes wurde ermordet …“, war einer meiner vielen verwirrten Gedanken. Das war aus meiner Erinnerung heraus eine der letzten, wenn nicht sogar die letzte Sendung, die ich beim ERF hörte. Und von der Kirche kam kein Wort dazu. Mir schien es so, als ob die ganze Christenheit dazu schweigt. Schweigt, wie zu den Greueln von 1933 bis 1945. So wurde mir das ja in der Schule vermittelt. Die Deutschen sind ein böses und schuldiges Volk, sie haben die schrecklichsten Verbrechen in der gesamten Geschichte der Menschheit begangen. Sie haben das auserwählte Volk Gottes, die Juden, noch schlimmer und grausamer verfolgt als der Pharao von Ägypten, die haben die alle vergast und verbrannt, weshalb hier eine ewige Schuld, eine Kollektiv-Schuld vorliege, die „eigentlich nicht vergeben werden kann“, war unisono aus frommen Kreisen zu vernehmen. Gut, ich war damals 14 Jahre alt. Da missversteht ein Mensch eh alles, vor allem, wenn er Deppen doof dumm war, wie meiner einer.

Nach Ende meiner Mittleren Reife zogen meine Eltern wieder mal um. Zurück nach Hamburg, dass sie „wegen uns Kindern“ 10 Jahre zuvor verlassen hatten. Und wieder ging mir eine Heimat verloren. Mit 17 begann ich eine Ausbildung, die ich aufgrund eines damals noch nicht wirklich ernst genommenen Rückenleidens nach sechs Wochen abbrechen „musste“ – besser sollte – der Arzt war sehr offen zu mir, dass er mir das so nicht sagen dürfte, er aber sicher sei, das er mir mit dreißig Jahren die Rente empfehlen werde. Diese merkwürdige Erkrankung fing etwa mit 12 bei mir an. Nach kurzen Strecken bekam ich beim normalen Gehen oft heftige Seitenstiche. Es ging von Arzt zu Arzt. Mal war es wie weg, dann kam es unvermittelt wieder. Und ich war ein wirklich exzellenter Ausdauer-Läufer bis 20 Kilometern bin ich selbst den Trainern und Profis mit Zeiten unter den damaligen Europa-, Olympia- und Weltrekorden davon gelaufen. Und wie hatte ich mich doch auf Moskau 1980 vorbereitet, „um es der ganzen Welt zu beweisen“. Aber der Westen hatte damals, wie auch heute noch, nichts anderes zu tun, als zu boykottieren und Sanktionen zu verhängen. Als ob er nun gerade nicht die meisten Kriege führen würde, die Ausplünderung und Unterdrückung nicht auf seine Fahnen geschrieben hätte.

US-Terror-Milizen-Gewalt.

Die nächsten drei Jahre waren ein düsterer, ein ganz finsterer Zeitabschnitt indem sich derartig viele Geschichten und Ereignisse überhäuften. Ein weiterer Ausbildungsversuch. Eintritt in die Gewerkschaft und eine ganze „linke“ Partei, die ich aber nur einmal besuchte, aber mir gleich vermittelte, dass man Deppen, wie meiner einer nur für die Mitglieder-Statistik braucht. Zwischendurch alle möglichen Jobs und gleichzeitig ein unaufhaltsamer Aufstieg in der Gewerkschaftsjugend. Mein Potential erkennend, wurde ich dort zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt wirklich gefördert.

Es kam 1982 mein Kriegsdienst ohne Waffe und viele Selbstmordversuche meines Bruders, dessen letzter Anfang 1983 tödlich verlief als er aus etwa zehn Meter Höhe in Zorn und Suff mit Anlauf aus dem Fenster sprang und mit dem Kopf voran auf das Straßenpflaster aufschlug. Nach zwanzig Minuten kam der Notarztwagen und es wurde sein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Es folgte eine viele Stunden lange Operation und die anschließende Intensivstation. Lunge voller Blut, Wirbel und Hüfte angebrochen, große Teile des Gehirns verloren, Milz weg, querschnittsgelähmt, zehn Wochen Koma mit beidseitigen Schlaganfällen, künstliche Beatmung und Ernährung und am Ende eine Lungenentzündung, die nun sein endgültiges Aus hätte bedeuten müssen.

Aber der liebe Gott, der Gott des Lebens, hatte einfach seinen eigenen Willen. Und so hat mein Bruder das alles überlebt. Ist kein behinderter Krüppel geblieben und erfuhr sogar Heilung von einer Epilepsie, die ein Jahr nach seiner Reha etwa ein Jahr lang sich in heftigen, lebensbedrohlichen Anfällen manifestiert hatte.

Nun, ich sprach von einer düsteren, einer finsteren Zeit, was auch meinen mentalen Zustand betraf, der sich nur selten erhellte, obwohl ich alles sehr bewusst wahrnahm. Vor allem stundenlange Schmerzen, die mich, wenn nicht in den Wahn, so doch in die Ohnmacht trieben. In diese Zeit fiel im Juni 1982 ein Besuch mit einer Gruppen von Jugendlichen der Gewerkschaft nach Israel. Im Norden Israels feierten wir meinen und den Geburtstag einer anderen im Raketenangriff auf Israel und der Erwiderung aus 50 Panzerrohren der Israelischen Armee. Am nächsten Morgen war Ruhe und der Berg war eingenommen von dem die Angriffe stattfanden … weiter ging es zum Abschlachten nach Beirut und für uns zu einem Treffen mit einer „Tochter“-Gewerkschaft nach Tel Aviv.

Vorher besuchten wir Yad Vashem, wo ich einen Nervenzusammenbruch erlitt. Am Abend hatten wir ein Treffen an dem der Vorsitzende dieser israelischen Gewerkschaft teilnahm. Er war vor langer Zeit aus Deutschland gekommen. Hatte die Shoa überlebt. Entstellt. Seine Finger hatten irgendwelche Folterknechte wie Nägel in seine Hände getrieben. Nicht das darüber gesprochen worden wäre. Ich habe das einfach beobachtet. Mir wurde ganz anders. Ich bat jemanden mich auf das Hotel-Zimmer zu bringen. Dort legte ich mich einfach aufs Bett. Zum Sterben legte ich mich dort hin. Ich wollte all diesen Wahn nicht mehr erdulden. Und ich versank in einen Stupor. Der Verstand war ganz wach und hell. Mein ganzes körperliches Sein nahm ich wahr, selbst wie es Innen aussieht. Jeder Schmerz löste sich auf. Die Atmung hörte auf. Und mein Herz machte noch zwei drei Schläge pro Minute. Ich wurde so daliegend gefunden und mit viel Tatütata ins Krankenhaus gebracht.

Im Oktober 1983 verbrachte ich viel Zeit in Berlin und besuchte die Bibliothek in der Gedächtniskirche und las Bücher von Bonhöfer und Basiela Schlink, der Schwester des Theologieprofessors Edmund Schlink, die 1947 eine Kommunität in Darmstadt gründete. Es schien mir, das beide „etwas“ hatten, was mir wohl fehlte. Deuten konnte ich es damals allerdings nicht. Aber offensichtlich hatte aus meiner damaligen Sicht Gott mit diesen Menschen etwas zu tun, während er mit mir nichts am Hut hatte. „Sicher, weil ich ein elender und schuldiger Sünder bin … mit so was gibt sich Gott nicht ab.“ Also sagte ich dem lieben Gott, dass er ja nicht nur meinen Zustand, sondern mich durch und durch kenne, ich ihm gar nichts erzählen müsste, was er eh nicht schon wüsste, außerdem wüsste er sehr wohl, dass ich weiß, dass es ihn gibt und ich ja schon immer an ihn geglaubt hätte, weil es für mich ja niemals irgendeinen Zweifel an ihm gegeben habe. „Also, lieber Gott, beweise mir durch irgendein Geschenk, dass du mich liebst, dass du etwas mit mir und meinem Leben zu tun hast. Dafür gebe ich dir bis Weihnachten Zeit. Weihnachten ist eh die Zeit der Geschenke. Wenn nicht, weiß ich wenigstens Bescheid. Es ist besser, ich weiß, dass ich in die Hölle gehe, als vage zu erhoffen, dass du irgendwann vielleicht doch noch zeigst, dass du etwas mit mir zu tun hast. Es ist besser zu wissen, dass du mit mir nichts zu tun hast. Damit lebt es sich leichter.“ 

Es kam der Heilige Abend. Trotz ihrer antireligiösen Einstellung war das Tradition bei meiner Mutter. Recht absurd. Geschenke gab es auch. Innerlich mäkelte ich herum, warum es keine Strümpfe gibt, schließlich scheuern meine großen Zehen die ständig durch. Kurz nach diesem Gedanken, entschuldigte sich meine Mutter, dass sie vergaß, Socken auf den Gabentisch zu legen und reichte sie mir in die Hand. Das wühlte mich richtig gehend auf: „Das ist jetzt aber nicht deine Ernst lieber Gott, sollen etwa Socken mein Geschenk sein?“ Kurze Zeit später verließ ich genervt die Wohnung und besuchte ein christliches Cafe, dass ich seit unserem Umzug nach Hamburg kannte und in dem ich viel freie Zeit verbrachte und Gespräche mit deren Mitarbeitern führte. Die machten auch eine kleine Weihnachtsfeier und die Gäste erhielten kleine Geschenke. In meinem befanden sich ausgerechnet ein Paar Strümpfe.

Der liebe Gott wohnt in der Kirche, schaue ich mal ob er mir echt ein Geschenk macht.“ Spät bin ich am 24. Dezember 1983 noch in den Mitternachtsgottesdienst gegangen.

Und kündlich groß ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“ war der Text. Es war aber nicht der Text, sondern dass, was mit mir geschah und zwar jedes mal, wenn der Mann auf der Kanzel dieses kündlich aussprach. Es rollte eine unsichtbare „Kugel, wie aus einem Licht“ auf mich zu, „warf“ mich gegen die Kirchenbank und löste eine innerliche, jedoch körperlich Erschütterung bei mir aus, die gleichzeitig aber eine Form von Frieden und Freude auslösten, die mir gänzlich unbekannt waren. Das wiederholte sich die ganze Predigt über. Und häufig betonte er dieses kündlich. Vom Inhalt der Predigt selbst habe ich nichts mitbekommen. Der Gottesdienst war zu Ende. „Kein Geschenk zwar, aber morgen ist ja auch noch Weihnachten.“ Und so wanderte ich durch die Stadt nach Hause. Aber „Morgen“ kam nicht. Ich erwachte abends gegen sieben Uhr. Siebzehn Stunden tiefsten, friedlichsten Schlafes lagen hinter mir. „Tja, morgen ist ja auch noch Weihnachten.“

Am 26. Dezember gibt es noch in der selben Kirche einen Abendgottesdienst, erinnerte ich mich. Jemand hatte mich während der Weihnachtsfeier im Cafe dazu eingeladen. Also bin ich dort hingegangen. Dieser Gottesdienstbesuch war in vielerlei Hinsicht für mich sehr ungewöhnlich. Die Kirche war voll. Voller als sogar an Heilig Abend. „Nein, Kirchen sind leer, nur im Neuen Testament gibt es viele Menschen, die einen Gottesdienst besuchen.“ Die Menschen waren fröhlich, strahlten Frieden und Glück aus, ja ich empfand, sie waren ausgesprochen heiter entspannt. „Nein, in Kirchen trifft man nur depressive, traurige und geplagte Menschen an, nur im Neuen Testament gibt es viele, viele frohe Menschen, denn die Welt ist ein Jammertal.“ Die Menschen sangen dankbare Loblieder und Hymnen auf Gott, ja auf Christus selbst. „Nein, in Kirchen klagt man Gott sein Leid, denn wir sind alle arme, schuldige und böse Sünder, nur im Neuen Testament gibt es viele Menschen, die Gott fröhlich preisen.“

Und dann geschah auch noch etwas vollkommen ungeheuerliches. Die Menschen sangen mit „Engelszungen“. Im Kirchendach vereinigte sich dieser Gesang zu einer Harmonie aus tausend Glocken in den unterschiedlichsten Tönen und Frequenzen. „Nein, in Kirchen tut man das nicht! Man spricht weder in „fremden Zungen“, noch singt man in diesen. Nur im Neuen Testament ist von dieser Gabe des Heiligen Geistes die Rede. Niemals in der Wirklichkeit.

Mit diesem Gedanken widersprach ich zwar meiner eigenen Erfahrung, denn seit ich mich damals auf der Freizeit „bekehrte“, hatte ich ja selber oft und häufig in diesen mir „fremden“ Sprachen gebetet und gesungen, ohne zu erfassen, was ich damals tat. Aber in den „vielen“ Jahren danach habe ich ja selbst den Namen Jesus und das, was er für die Menschen getan hatte, sogar vollkommen vergessen. Nur das Wort Gott war ja noch in meiner Erinnerung verblieben. Alles was ich jemals in der Bibel gelesen hatte, war mittlerweile unter einer riesigen Halde verschüttet.

Nun, auch dieser wundersame Gottesdienst ging zu Ende. Jedoch nicht ohne ein weiteres „Nein, in einer Kirche dauert eine Predigt im Ausnahmefall zehn Minuten, aber niemals eine Stunde. Nur beim Paulus hat das Nächte lang gedauert, da fiel sogar mal jemand als er eingeschlafen war aus dem Obergeschoss und war tot bis sich Paulus begnügte und die Anwesenden ermahnte, kein Geschrei zu machen und den jungen Mann vom Tod erweckte.“

Und es gab eine Einladung. Wer irgend eine Not, eine Krankheit oder sonst ein Problem habe, sei eingeladen, in den Altarraum zu kommen. Dort würden Christen für einen beten. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass es sich nicht um ein Versprechen handelt, dass einem geholfen würde, da das alleine in Gottes Verfügung stünde. Ich ging den Chorgang auf und ab und war am überlegen, ob ich da hingehen soll oder nicht. Die Kirche hatte sich ziemlich entleert und mit einem „kann nicht schaden“ ging ich auf ein Ehepaar zu. Sie fragten, wie ich heiße. Da war ein Stuhl. Ich könne mich setzen, wenn ich es möchte. Ich nahm Platz. Sie fragten mich, welches Anliegen ich hätte. Ich sagte ihnen, dass ich das nicht weiß. Aber dass ich weiß, dass wohl Gott in der Kirche ist, aber nicht da draußen im wahren Leben.

Sie fragten mich, ob sie denn trotzdem für mich beten dürften und ob ich es erlauben würde, wenn sie mir segnend die Hände auf meinen Kopf dabei legen dürften. „Kann sicher nicht schaden“, dachte ich kurz, nickte und gab mit einem Ja meine Einwilligung dazu. Ich kann mich nur an einen Satz erinnern den der Mann betete: „Georg, im Namen von Jesus Christus spreche ich dich von dem Gedanken frei, dass der Satan dich vor Gott anklagt. Das kann er nicht mehr. Er wurde vom Himmel gestürzt und hat keinen Zugang mehr zu Gott.“ – „Von wem kann der meine Gedanken wissen, die ich niemals irgendeinem Menschen, ja nicht einmal Gott selbst mitgeteilt habe? Ist es denn nicht so, dass wenn Satan den gerechten Hiob vor Gott anklagen durfte, er viel mehr Recht hat, mich vor Gott anzuschwärzen, mich einen ungerechten Sünder? Daraus kann kein Mensch entkommen.“

Aber es blieb mir keine Zeit weiter nachzudenken. Ich erhielt das größte und edelste Geschenk, was Gott wohl einem Menschen machen kann – also nach allem, was mir bekannt und zu Ohren gekommen ist – er schenkte mir seine ganze Liebe und Aufmerksamkeit, die mit dem Begriff Epiphanie umschrieben wird. Ich habe Gott geschaut. Gott gesehen, wie er ist, von Angesicht zu Angesicht: das wahre Licht, seine ewige Herrlichkeit und unendliche Gegenwart, was sich jeglicher Beschreibung, ja, nur dem Versuch, das Erlebte zu schildern, entzieht. Vom Himmel leuchte ein „Licht“ herab und löste sich selbst von allem und ließ sich auf meinem Kopf nieder und durchflutete langsam und milde meinen Körper, wobei Freude und Glückseligkeit verströmten und einen Frieden hinterließen, der monatelang anhalten sollte.

Das war mehr als nur ein „henotheistisches“ Großereignis in der ich von einer „überwältigenden, die Transzendenz eröffnende“ Erscheinung getroffen wurde, weil ich die Erscheinung selbst nicht als Gott ansehe oder einen Gott von vielen daraufhin ausgewählt habe, zu dem ich dann in Beziehung getreten wäre.

Meine Muskulatur begann vom Kopf über den Hals zum Nacken bis zum Steiß und wieder zurück zu vibrieren. Rauf und runter. Dabei streckte sich mein Körper und meine Wirbelsäule, dass es überall knackte. Jahrelange Schmerzen fanden ihr endgültiges Ende. Bis heute. Ich weiß nicht, wie lange das dauerte. Voller Freude aufspringend lachte und leuchtete ich die beiden an, bedankte mich mit einem Händedruck und eilte jubelnd nach Hause. „Gott hat mich doch tatsächlich lieb, unfassbar, unglaublich. Sich selbst hat er sich mir zum Geschenk gemacht. Das gibt es doch gar nicht.“ Aber an diesem Ereignis sind auch im Nachhinein noch die grausamsten und abscheulichsten Dinge, die ich gesehen und erlebt und zum Teil selber erfahren habe, zerschellt. Gott ist. Und das ist Gut so!

Die nächsten Jahre waren voller Wunder und unglaublicher Erfahrungen. Voller Konflikte und Absonderlichkeiten waren sie allerdings auch.

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Matthäus 11:28-30

(Jeremia 31.25) (Matthäus 12.20) (Matthäus 23.4) (Jesaja 28.12) (Jeremia 6.16) (Sacharja 9.9)

Insofern ich also bisher sein Joch auf mich genommen und von ihm gelernt habe, kann ich sagen, dass ich wirklich Ruhe für meine Seele gefunden habe. Sobald ich es abzustreifen versuche oder meine mal wieder klüger als er zu sein, ist es mit dieser Ruhe für meine Seele vorbei.

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.“ Matthäus 6:19-34

Und der Gegenwärtige sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Genesis 12:1

Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.“ Lukas 9:23

Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Hütte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige für die Sünde, deren Leichname werden verbrannt außerhalb des Lagers. Darum hat auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So laßt uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13:10-14

Solange ich mich nach diesem Ereignis an diese „Regeln“ hielt, kann ich in meinem Leben feststellen, dass es mir gut ging, sobald ich mich darauf einließ „mein Reich“ zu bauen oder mich dazu verleiten ließ, anderer Leute Reich zu bauen, ging es in meinem Leben immer wieder „gründlich in die Hose“, wie man so sagt.

Ich habe es mit vielen Unterbrechungen bis zur 13. Klasse eines Gymnasiums geschafft. Ich war zweimal in einem Franziskaner Kloster und wollte sogar mal Priester dort werden, weil ich nicht mehr annahm, dass mir das Familienglück beschieden sei. Ich hatte Auseinandersetzungen über die Taufe und jeden „theologischen“ Schnickschnack, den man sich überhaupt nur denken kann, bin authentischen Christen begegnet und „falschen“ Brüdern, echten Propheten und Irrlehrern ohne Zahl. Es ist geradezu unglaublich, wer einen alles in seine „einzig wahre“ Gemeinde aufnehmen will.

Dabei suchte ich eigentlich authentische Gemeinschaft mit anderen Christen. Ein guter Freund hat es dann doch irgendwann geschafft, dass ich mich 1985 in einer Baptisten Gemeinde taufen lies. Wie schnell ich da wieder unwillkommen war, weil ich ein wesentliches Gemeinde-Prinzip „anmahnte“, dass doch nun nicht jeder auch noch über die unwesentlichste Belange „demokratisch“ zu beschließen habe, weil nun einmal Jesus ein König ist und mit Bileam nichts gemein hat. Das ging so weit, dass mir der Pastor nach einem Gottesdienst mitteilte, dass ich unerwünscht sei. „Die Gemeinde wünscht dich nicht hier.“ Ich könne in eine Gemeinde gehen, die das ähnlich sehen würde, wie ich, was ich aber ablehnte, da nach dem Evangelium dieser Pastor schließlich mein Bischof sei. Wie dumm ich damals war. Ein großes Tohuwabohu, Babylon so weit das Auge reicht.

1987 habe ich dann ja doch geheiratet und ab Oktober 1988 ein Unternehmen aufgebaut, dass aufgrund der damaligen Umstände und meiner kaufmännischen Kenntnisse und dem Wissen, wie Marketing „geht“ innerhalb der folgenden drei Jahre Millionen Umsätze erwirtschaftete und für die Verhältnisse aus denen ich kam, gigantische Gewinne abwarf. Nicht ein Pfennig wurde da betrügerisch erwirtschaftet. Unsere Mitarbeiter bekamen Brutto gleich Netto, weil ich alle steuerlichen Möglichkeiten kannte, die das erlaubten und möglich machten. Den Vorwurf des Apostel Jakobus den gerechten Lohn zurückzuhalten, wollte ich mir nicht machen lassen. Jeder Not soweit bekannt unter „Geschwistern“ haben Claudia und ich finanziell abgeholfen. Mehr als ein christliches Hilfswerk hatten wir unterstützt.

Aber bereits 1992 war die Luft bei mir raus. Ewige Streitereien und Prozesse wegen irgendwelcher Rechnungen, die entweder der Staat oder die Krankenkassen nicht bezahlen wollten. Die Gerüchte ich sei ein Scientologe und hätte von dort das Kapital zu den Investitionen, die ich leistete. Aber sowohl das allgemeine gesellschaftliche Klima als vor allem auch der politische Umbau zu einer Diktatur und die ständig ausufernde Legalisierung von Verbrechen, wie der Mord an ungeborenen Menschen, die um sich greifende Homosexualisierung der Kirche nach der ersten kirchliche Eheschließung 1985 von zwei Schwulen, in der Kirche in der ich nach lutherischem Kirchenrecht Mitglied war, 

die mir schon damals aufgefallene Euthanasie von an Krebs erkrankten Menschen, die Vergiftung unseres Trinkwasser mit Aluminium, das die Hauptursache von Alzheimer und anderen Demenz-Erkrankungen ist, dass Pillen geben gegen Parkinson, obwohl Kuba schon viele Jahre operative Eingriffe vornahm, die zur „Heilung“ führten, die unaufhaltsame Verbreitung des Wohlfühl- und Wohlstands-Evangeliums und so vieles mehr, führten dazu, dass Claudia und ich uns entschieden aus Deutschland auszuwandern.

Wir wählten Kanada, was uns aber wegen unseres dritten – behinderten Kindes die Einreise unmöglich machte. April 1994 besuchte ich zum ersten Mal Uganda. Ich bekam erst dort überhaupt mit, dass im Nachbarland Ruanda ein grausamer Völkermord stattfand. Wir entschieden uns dort hin auszuwandern. Ich leitete dann den Verkauf unserer Firmen ein und bereitete alles für einen Termin im August 1995 vor. Leider hatten wir einen christlichen Partner in einer unserer Firmen, der sich alles unter den Nagel reißen wollte, was zu vielen Prozessen führte, bis ich seine Erpressung dadurch beendete, dass ich die Insolvenz beantragte, in dessen Verlauf Claudia ein Vermögen von etwa einer Millionen einbüßte. Der Termin zur Auswanderung wurde eingehalten. Leider kam zu den Auseinandersetzungen, die in Deutschland am Laufen waren, sechs Wochen später der Tod unseres dritten Kindes als eine schier unüberwindbare Belastung hinzu.

Und rauf und runter ging es die nächsten 20 Jahre. Etwas Beruhigung trat nach unserer unnötigen Scheidung ein und nachdem ich in Uganda meine jetzige Frau heiratete, fand ich eine authentische christliche Gemeinschaft 2003 von denen ein Teil manche das erste, manche das zweite mal den Schritt in eine christliche Lebensgemeinschaft wagten. Einer davon war ich. Das begann am 1. Januar 2004 und scheiterte während meines Aufenthaltes in Uganda bereits im Februar 2005 als sich der Leiter der Gemeinschaft, der sich auch in Uganda aufhielt, um unser Projekt dort voranzubringen, einiges leistete, was hier nicht erwähnt gehört. Bis Ende 2009 lief mit der Firma, die ich anfangs seit 2003 auch mit Hilfe der Gemeinschaft aufbauen konnte, alles recht erfolgreich.

Tja, bis mir 2009 das Finanzamt aus nicht zu versteuernden Beträgen ein Einkommen konstruierte, das mir eine Steuerschuld von über 50.000 Euro für das Jahr 2007 einbrachte. Geld das ich nicht habe und wenn ich es hätte, niemals bezahlen würde. Da verzichte ich lieber auf jedes selbstständig verdiente Einkommen in der BRD. Mitte 2009 bin ich dann diesmal für einen mehrjährigen Aufenthalt nach Uganda gereist, so jedenfalls meine Planung. Leider bin ich im Oktober 2012 wieder einmal „gescheitert“. Habe mich von Claudia und meinen mittlerweile erwachsenen Söhnen „breitschlagen lassen“, mich erst einmal hier zu erholen.

Kaum bin ich hier, geht der Papierkrieg wieder los. Sei es ein Vergleich mit der Verwaltung in St. Englmar, der von deren Seite nicht eingehalten wird. Sei es die Überraschung durch einen Gerichtsvollzieher des Finanzamtes, dass ich plötzlich über 7.000 Euro Kindergeld zurückzahlen soll. Sei es, dass mir das Kindergeld für drei Kinder nicht gewährt wurde, obwohl ich bei gleicher Konstellation noch im Jahr 2007 für die Jahre 2004 bis 2006 eine Nachzahlung erhielt.

Und plötzlich kommt aus St. Englmar von der Verwaltung ein Mahnbescheid gegen meine jetzige Frau für deren Appartements, die sie bereits vor Jahren verkauft hat und von dem ich nur deshalb erfahren habe, weil der an die Münchener Adresse von Claudia ging. Mit viel Betrug kommt meine Frau nicht aus dem Grundbuch, Hausgelder werden wissentlich ihr zu gebucht und schon gibt es einen Titel gegen sie, gegen den sie sich nicht wehren kann, weil die Deutsche Botschaft weder ihr ein Visa erteilt, noch meinen beiden jüngsten dort geborenen Kinder einen Pass ausstellt.

Und alles gleichzeitig mit dieser „Rechtsverdrehung“ eines Richters vom Finanzgericht, während mir als hier allein erziehender Vater mit drei Kindern quasi die Hände gebunden sind, um einer abhängigen Beschäftigung nachgehen zu können und ich von Hartz4 leben muss. Finde ich grundsätzlich nicht schlimm, das Geld, immerhin 391 Euro im Monat, entspricht ja dem Einkommen eines ganzen Jahres in Uganda und mehr als 60 Euro benötige ich sowieso nicht. Aber diese Art der Abhängigkeit war und ist mir schon immer verhasst gewesen. Und in Uganda läuft es dadurch auch nicht so, wie es sollte und würde, wenn ich dort sein könnte.

und dann ist letztes Jahr in Deutschland etwas für mich unvorstellbares geschehen – nicht dass ich es nicht hätte kommen sehen, aber das hat mich derart an den Faschismus der Dreißiger Jahre erinnert – ich hatte doch noch ein rudimentäres Vertrauen in diesen „Staat“, dass ich so etwas hier nicht mehr erleben muss – vor etwa zehn Jahren lernte ich in Klosterzimmern eine Lebensgemeinschaft über die Menschen der oben erwähnten kennen. Ich meinte nach dem ersten Besuch, dass nun gerade ich nicht, das Rad neu erfinden müsse und besuchte diese daraufhin für einen längeren Zeitraum, um mir einen tieferen Einblick zu verschaffen.

Ich kann nur sagen, dass ich etwas besseres in meinem Leben nicht kennengelernt habe. Außer ihrer Einstellung zu ihrem „geistlichen“ Führer, der diese Bewegung in den 70-ger Jahren gründete, gab es von meiner Seite keine Einwände, mich ihnen nicht angeschlossen zu haben. Mit deren „Ältesten“ habe ich viele gute Gespräche geführt, am Gemeinschaftsleben teilgenommen und zusammen mit verschiedenen Menschen dort eine Zeit gelebt und gearbeitet. Auf meine Frage, dass sie doch wohl einen anderen „geistlichen“ Führer als ich hätten, wurde mir ehrlich und selbstverständlich geantwortet, dass dies so sei. Damit war klar, dass ich mich ihnen nicht anschließen konnte, denn mein Herr, König und Gott ist nun mal Jesus und kann kein anderer Mensch, keine Organisation, keine Gemeinde, Kirche, Religion oder Ideologie sein.

Nun diese Leute lebten wegen ihrer Verweigerung die „Schulpflicht“ zu erfüllen in einem Dauerkonflikt mit den Behörden, der örtlichen Luther-Kirche und Bayern. Dies beruhigte sich insofern, als sie eine eigene Schule führen durften. Mit einem derart ungeheuerlichen Vorwurf der Kindesmisshandlung, die dort angeblich einige Mitglieder ihren Kindern hätten „angedeihen“ lassen, wurde im Rechtsschein in einer lange vorbereiteten Aktion allen dort lebenden Eltern ihre minderjährigen Kinder unter dem Generalverdacht „Kindesmisshandlung“, der dort niemals stattgefunden hat, geraubt. Die Polizei schämte sich nicht einmal einer stillenden Mutter den Säugling von der Brust zu reißen.

Was ich von den Kindern, die wahllos und willkürlich auf „Pflegefamilien“ verteilt wurden, gelesen habe, ist ein unfassbarer staatlicher Übergriff auf die angeblich hier geschützte Würde des Menschen. Mittlerweile habe ich erfahren, dass diese Praxis bereits seit langem Usus ist, vor allem gegen Christen, die beispielsweise ihre Kinder nicht am gesetzlich vorgeschrieben Sexualkundeunterricht teilnehmen lassen.

All das und noch viel mehr hat mein „religiöses Weltbild“ geprägt. Theologisch bin ich der Auffassung, dass ich die hier herrschende Kultur vom Wesen her erfasst habe und sie treffend als Todeskultur umschreibe, die dem Antichristlichem Reiche, wie es im Evangelium beschrieben ist, nicht nur ähnlich sondern gleich ist.

Im Zusammenhang mit den Ereignissen und meiner Klage beim Finanzgericht ist mir wieder einmal – sehr spät – ein Licht aufgegangen. Hier geht es gar nicht um Recht haben oder Recht bekommen, sondern um die Unterordnung unter eine Gewalt, die sich halt statt im Mittelalter Religion oder „die“ Kirche nannte, jetzt „Recht“ nennt. Im obigen Fall geht es auch nicht darum, ob oder ob nicht und wer da dann wann und wie sein Kind misshandelt haben soll, sondern einzig und allein darum ein System durchzudrücken, dem man sich nicht unterwerfen darf, weil es einzig darauf hinaus läuft, sich quasi freiwillig zum Sklaven zu machen, mit dem dann „gesetzlich“ gemacht werden darf, was ihre Erfinder dann immer auch zum Gesetz machen, und das alles unter der Legitimation dessen, was „Recht“ genannt wird und in dem sich dann „Richter“ auf Urteile und Auslegungen anderer Richter berufen, ohne selbst die ihnen obliegende Pflicht, jeden Einzelfall ohne Vorurteil zu entscheiden, nachkommen zu müssen. Orwell lässt herzlich grüßen, das Recht wird von einem zentralen Computerprogramm ausgearbeitet und durch entsprechende Logarithmus-Funktionen ersetzt.

Die Begründung der Ablehnung der Revision spricht geradezu Bände. Ich denke, zusammengefasst kann ich sagen, dass alles gut so ist, wie es gekommen ist und wohl nur noch dieses „Bausteinchen“, dieser letzte Tropfen fehlte, den das Faß zum Überlaufen brauchte. Nein, Danke BRD. Dieses System wird schneller als es die Menschen gewahr werden, dort landen, wo schon so viele gelandet sind, nämlich auf dem Müllplatz der Geschichte. Ich habe mich nun endgültig auch innerlich davon freimachen können. Ich gedenke weder mit ihm noch an ihm kaputt oder unter zu gehen.

Ich verzichte auf „mein“ Recht. Ich benötige deren „Geld“ nicht, um zu überleben oder um mich besser zu fühlen, wenn ich „Recht“ bekäme. Dieser Staat und damit seine gesamte Gesellschaft und alle ihre Träger und Zubringer, dürfen mir zukünftig gestohlen bleiben.

Ich schließe meinen Aufsatz mit einem Spruch des Propheten Jeremia (51:45)

Ziehet heraus, mein Volk, und errette ein jeglicher seine Seele vor dem grimmigen Zorn des Ewigen!“