Religion und Sozialismus: Modo Cubano


Viel Glück bei diesem Spagat

… freilich wird er nicht gelingen, dafür ist diese Organisation (‚Kirche‘) viel zu gerissen

Eine Andere Welt ist möglich

Jeder der sich bereits mit der Theorie des Sozialismus oder dessen Geschichte auseinandergesetzt hat, wird gemerkt haben, dass die Religion immer als Laster, als Gegenspieler der sozialistischen Gesellschaft wahrgenommen wurde. Auch auf Kuba wurde die Staatsideologie lange Zeit als unvereinbar mit der Religion angesehen, was sich beispielsweise darin manifestierte, dass sich Kuba offiziell als atheistischen Staat bezeichnete und Mitgliedern der Kirche der Eintritt in die kommunistische Partei verwehrt wurde. Doch die Zeiten haben sich auf Kuba geändert, 1992 wurde die Religionsfreiheit in der kubanischen Verfassung verankert und jede religiöse Diskriminierung explizit verboten. Der Papst hat nun zum dritten Mal den sozialistischen Karibikstaat besucht und sogar Staatsoberhaupt Raúl Castro erklärte – sicherlich etwas überspitzt – :

„Wenn der Papst so weitermacht, trete ich wieder in die Kirche ein.“

Der Frage, wie sich der philosophische Widerspruch zwischen Religion und Sozialismus und die aktuelle Koexistenz und Zusammenarbeit derselben auf Kuba erklären lässt bin…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.245 weitere Wörter

Advertisements

2 Antworten zu “Religion und Sozialismus: Modo Cubano

  1. Hallo Georg,
    ich glaube man braucht nicht unbedingt Karlheinz Deschners – Abermals krähte der Hahn – aus dem Regal heraus zu nehmen um die Rolle der Kirche in den einzelnen Epochen darzustellen.
    Gerade die Kolonisierung / Christianisierung Amerikas zeigt, wie mit Hilfe der Religion den Menschen ein Bild vermittelt wurde, welches mit der Realität nichts zu tun hatt. Das sich diese Geschichte fortsetzt, zeigt sich nicht nur im Nahen Osten, sondern in allen Teilen der Welt.

    Wenn man das folgende Zitat betrachtet, muss es doch wie Hohn in den Ohren der Überlebenden und deren Angehörigen klingen auch wenn man symbolische Feinheiten nimmt. Hatten die Soldaten des Aggressors nicht auf ihrem Koppelschloss stehen – Gott mit Uns -.
    Hier das Zitat;

    Am 9. Mai 2009 hatte der Patriarch Kirill die Verluste des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg „als Tribut für die Sünden bezeichnet, die das Volk der UdSSR während der Revolution und während des Bürgerkrieges beging“

    Gefällt mir

    • als Tribut für die Sünden bezeichnet, die das Volk der UdSSR während der Revolution und während des Bürgerkrieges beging

      tja, das kranke Welt- und Menschenbild der „Kirche“. Imgrunde kämen ‚ich‘ solchen Lügnern „theologisch“ bei, denn nach der Lehre der Agape (Evangelium) wurde ja der Tribut für die Sünden bereits durch ‚jesus‘ Christus voll erbracht, also bezahlt/geleistet. Aber diese Tschandalas kann niemand — selbst wenn deren Selbst-Widersprüche und daraus entwickelte Schizoprenie logisch aufgezeichnet werden — aufklären, dass es sich um einen Irren Wahn handelt, den sie den Menschen vermarkten.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s