„Offene Grenzen“ und linke Wohlfühlrhetorik.


Theorie & Praxis

Zu einer notwendigen Debatte über Fluchtursachen und -interessen

douanevon Doris Pumphrey

„Refugees welcome, wir helfen“ – unter dieser Losung lancierte ausgerechnet die Bild-Zeitung im Spätsommer 2015 eine groß angelegte Werbekampagne für die Aufnahme von Flüchtlingen. Prominente halfen – allen voran Ursula von der Leyen und Sigmar Gabriel. Und die politische Linke hielt die Parole „Flüchtlinge willkommen“ nicht nur ausländerfeindlichen Sprüchen der rechten Demagogen und Neonazis entgegen, sondern machte sie mit der Forderung nach „offenen Grenzen“ gleich zum „linken“ Wohlfühl-Programm. Das Thema „Flüchtlinge“ – bisher im linken Spektrum vor allem emotional behandelt – bedarf dringend einer ehrlichen Diskussion, die alle Perspektiven der Migrations- und Flüchtlingsproblematik berücksichtigt: Die Ursachen, die Interessen des Kapitals, die Folgen für die Herkunftsländer und die zunehmende soziale Unsicherheit im Einwanderungsland.

Der Imperialismus schafft Migranten- und Flüchtlingsströme

Zunächst ist es wichtig, sich in Bezug auf die Fluchtursachen mit der Rolle des Imperialismus auseinanderzusetzen. Zum einen provozieren u.a. Handelsbedingungen…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.184 weitere Wörter

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s