Opium des Volkes: Religion


Opium des Volkes: Religion

„Weil ferner die wirkliche Stellung dieser Herren im modernen Staate keineswegs dem Begriff entspricht, den sie von ihrer Stellung haben, weil sie in einer Welt leben, die jenseits der wirklichen liegt, weil also die Einbildungskraft ihr Herz und ihr Kopf ist, so greifen sie, in der Praxis unbefriedigt, notwendig zur Theorie, aber zurTheorie des Jenseits, zur Religion […]“

Karl Marx: Debatten über Preßfreiheit und Publikation der Landständischen Verhandlungen, Rheinische Zeitung Nr. 130 vom 10. Mai 1842, MEW, Bd. 1, S. 47

„Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät.

Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind.

Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur (Ehrgefühl), ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund.

Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“

Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f, zitiert nach MEW, Bd. 1, S. 378-379

Die Religion ist eine Form des geistigen Jochs, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch ein Leben in Elend und Verlassenheit niedergedrückten Volksmassen lastet. Die Ohnmacht des Ausgebeuteten im Kampf gegen die Ausbeuter läßt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits aufkommen, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf gegen die Naturgewalten den Götter-, Teufel-, Wunderglauben usw. aufkommen ließ.

Wer sein Leben lang schafft und darbt, den lehrt die Religion Demut und Geduld im irdischen Leben und vertröstet ihn auf den himmlischen Lohn. Wer aber von fremder Hände Arbeit lebt, den lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden; sie bietet ihm eine wohlfeile Rechtfertigung für sein Ausbeuterdasein und verkauft zu billigen Preisen Eintrittskarten zur himmlischen Seligkeit. Die Religion ist das Opium für das Volk.

Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz, ihren Anspruch auf ein auch nur halbwegs menschenwürdiges Dasein ersäufen.

[W. I. Lenin (Opium des Volkes) in: Geheimnisse der Religion. Eine Anthologie. Berlin 1958]

Welche Religion liegt unser Gesellschaft zur Grunde?

Unbestreitbar handelt es sich um das Christentum.

Eine Religion, die ihre Apologeten und Nachfolger Selber gar nicht verstehen, unabhängig davon, dass ihre Tschandalas [also die Priester und Pfaffen] (Friedrich Nietzsche) Selber nicht wissen (können? wollen?), welchem IRREN Wahn sie da auf den Leim gegangen ist, der sie betäubt:

Welcher IRRE WAHN liegt hier nun vor?

„Der Mensch ist — von Natur aus, also bereits biologisch — ein Böses-Sein, welches ihm vererbt wurde. Darum ist er schuldig vor ‚got‘. Davon braucht er Erlösung.“

Auf dieser WAHN-IDEE gründet das ‚abendländlich-christliche‘ DENKEN.

Und daraus wurde ein komplexen ‚Gedanken-System‘ entwickelt, das die Menschen emotional und mental ‚kulturell‚ durchdrungen hat und ihr Denken und damit ihre Handlungen bestimmt: So ist es nicht weiter verwunderlich, dass wir es hier mit einer Schuldkultur zu tun haben, die sich die Kirche erschuf, um über den Menschen herrschen zu können. … und alles ist davon (gedanklich) durchdrungen:

So haben wir hier nicht nur eine Schuld-Religion, sondern auch ein Schuld-Recht (einer ‚Philosophie‘ der Kirche selbst), eine Schuld-Sprache und ein Schulden-Finanz-, Wirtschafts- und Währungs-System. Und dies im vollen Widerspruch zur Lehre der Agape (Liebe) — Evangelium genannt — auf dass sich die Kirche ‚beruft‘, obwohl gerade im sogenannten Neuen Testament der Begriff ‚Schuld‘ nicht ein einziges Mal zu finden ist.

© by Georg Löding, Planet Earth 2016

सत्यमेव जयते

Satyameva Jayate
Sanskrit,

Allein die Wahrheit siegt“

H.E. GD HRM HMSG CT MMM

Seine Göttliche Gnade

georg löding राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו

georg loeding ram avatara krishna jauhuchanam ulijauhu

Magistra Magnificus Metamagicus

Würdenträger ewiger Unantastbarkeit

kpd stern fahne

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