Alles eine Frage der Wahrnehmung


“Was ist Realität und was ist Wirklichkeit?“, fragst du.

Nun, “direkt übersetzt“ heißt Realität Wirklichkeit; nach DUDEN: auch tatsächliche Gegebenheit, Tatsache. Auch die Umschreibung auf Wikipedia finde ich richtig: “Als Realität (lat. realitas, ‚Wirklichkeit‘; über res, ‚Sache‘, ‚Ding‘, ‚Wesen‘) wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Als real wird zum einen etwas bezeichnet, das keine Illusion ist sowie nicht von den Wünschen oder Überzeugungen eines Einzelnen abhängig. Zum anderen ist real vor allem etwas, das in Wahrheit so ist, wie es erscheint, bzw. dem bestimmte Eigenschaften „robust“ – also nicht nur in einer Hinsicht und nicht nur vorübergehend – zukommen (→ Authentizität). Realität ist in diesem Sinne somit dasjenige, dem „Bestimmtheit“ zugeschrieben werden kann. Ein intentionales Objekt (z. B. eine Überzeugung, eine Einschätzung, eine Beschreibung, ein Bild, ein Film oder Computerspiel) gilt dann als realistisch, wenn es die Eigenschaften der darzustellenden Wirklichkeit in vielerlei Hinsicht und ohne Verzerrungen wiedergibt.“
Wirklichkeit: “Mit dem Begriff Wirklichkeit wird alles das beschrieben, was der Fall ist.[1] Gegenbegriffe zur Wirklichkeit sind Schein, Traum oder Phantasie. In der Philosophie unterscheidet man nach der Modalität des Seins zwischen Wirklichkeit, der „bloßen“ Möglichkeit, die nicht verwirklicht ist, und der Notwendigkeit. Eine Wirklichkeit, die nicht notwendig ist, ist kontingent, d. h. es wäre auch möglich gewesen, dass diese bestimmte Wirklichkeit so nicht eingetreten wäre. Wirklichkeit umfasst also Kontingentes und Notwendiges. Unmögliches kann niemals wirklich werden.“

Selbstbetrug

Während wir Realität ausschließlich als „hier und jetzt“ wahrnehmen (z.B. Ereignisse), passiert auf der Ebene der Wirklichkeit (zeitgleich) sehr viel mehr. Zwischen Realität und Wirklichkeit liegen nahezu Welten und doch besteht zu beiden eine Verbindung – eine Schnittstelle. Realität ist in etwa mit einem interaktivem Film aus der Ich-Perspektive vergleichbar. Sie zu ergründen kostet sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit, ist mühsam und bewirkt rein gar nichts! Es spielt praktisch keine Rolle ob sich heraus stellt, dass z.Bsp. ein Angriff unter falscher Flagge verübt wurde, denn ob echt oder gespielt, ist solch ein Ereignis Teil der Realität – quasi ein interaktiver Film aus vielen(!) Ich-Perspektiven.

Ganz anders verhält es sich mit der Wirklichkeit. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei Wirklichkeit um Impulse, die auf die Realität einwirken, sie formen und sogar initiieren. Ein triviales Beispiel dafür wäre, am Ufer eines Sees einen Stein aufzuheben und ins Wasser zu werfen. In der…

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