Herbert Gute: Was ist sozialistische Moral?


„Die Werte und Normen sind also keine ewig geltenden Gebote. Sie sind nicht von Gott gegeben und auch nicht, wie oft behauptet wird, von irgendeinem obersten Sittengesetz abgeleitet. Sie wurzeln in den materiellen gesellschaftlichen Verhältnissen, spiegeln diese wider und verändern sich mit ihnen.“

“Diese materiellen gesellschaftlichen Verhältnisse“ haben jedoch die *Schuld-Kultur*, die sich die Mafia-Organisation, die sich “Kirche“ nennt, ausgedacht und entwickelt hat, zur Grundlage.

Und das “oberste *Sittengesetz* dieses Irren Wahns, besagt nun einmal dogmatisch — “als ewige Wahrheit festgelegt“ —, dass “der Mensch von Natur aus ein schuldiges Böses-Sein ist.“

Die [falschen] faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien (=Moral, Sitte, Ethos)“ des Schuld-Kultes, der durch entsprechende Werte und Normen die bestehende [SCHULD]Ordnung rechtfertigt und schützt, gelten dem Schuldkult der “Kirche“ als ewige, unabänderlich geltende Gebote. Noch mehr: Sie sind nicht bloß “Gebote“, sondern “geltendes“ und “gültiges“ Recht!!!

Wenn die Werte und Normen auch “in den materiellen gesellschaftlichen Verhältnissen wurzeln und diese widerspiegeln“, die sich dieser KULT erschuf, so haben sich “die Werte und Normen“ des Schuld-Kultes jedoch die letzten 1526 Jahre nicht verändert; sie sind gleich geblieben, auch wenn sich rein äußerlich die Form verändert hat, ist keine Veränderung empirisch belegt!

Da sich die “materiellen gesellschaftlichen Verhältnisse“ nicht ge-ändert — auch wenn sie sich scheinbar äußerlich ver-ändert — haben, halte ich es für einen Fehlschluß, davon zu sprechen, dass „Werte und Normen sich verändern würden“, solange dieser KULT unser Denken, Reden und Handeln bestimmt! 

In unserer Schuldkultur ist dies m. E. vollkommen ausgeschlossen. Nur der Umsturz der gesellschaftlichen Verhältnisse und das VERBOT diese wieder aufzurichten, kann die Moral und damit die Werte und Normen grundsätzlich ändern: denn es kann doch wohl nicht darum gehen, dass lediglich die äußere Hülle ver-ändert wird, während der “Inhalt“ weiterhin DIESELBE Scheiße, wie zuvor enthält!

Ja, es ist richtig: die “Werte und Normen rechtfertigen und schützen die bestehende Ordnung“, aber in dieser “SCHULD-Ordnung“ gab es keine Veränderung, weshalb sich weder Werte noch Normen ändern konnten.

Sascha's Welt

2014-11-26_00-09_karl_marx_014_800Man muß wissen, daß Prof. Herbert Gute diesen Beitrag vor über 50 Jahren schrieb – als es die DDR noch gab. Nun hat aber jede Zeit und jede Gesellschaft ihre eigene Moral. Verständlich, daß im Kapitalismus eine andere Moral herrscht als im Sozialismus. Die Moral war und ist stets darauf gerichtet, durch entsprechende Werte und Normen die bestehende Ordnung zu rechtfertigen und zu schützen. Die Werte und Normen sind also keine ewig geltenden Gebote. Sie sind nicht von Gott gegeben und auch nicht, wie oft behauptet wird, von irgendeinem obersten Sittengesetz abgeleitet. Sie wurzeln in den materiellen gesellschaftlichen Verhältnissen, spiegeln diese wider und verändern sich mit ihnen. So entwickelt zum Beispiel die um ihre Befreiung und die Befreiung aller Werktätigen kämpfende Arbeiterklasse im Gegensatz zur bürgerlichen Moral bereits in der kapitalistischen Gesellschaft eine proletarische Moral, die nach dem Sieg der sozialistischen Revolution zur Grundlage der sozialistischen Moral wird. Der Unterschied…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.331 weitere Wörter

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