Auszug:

Souls for Sale

Wir sind soweit. Das ist die Welt, in der unser Neuer Mensch lebt. Wir kaufen nicht nur unsere Freundschaft in Form von Facebook-Likes bei indischen Serverfirmen. NAchdem der Kapitalismus die Außenwelt erobert hat, erschließt er jetzt gerade die Innenwelt.

Auszug:

 „Das Kapital bin ich“

DAS GESCHÄFT MIT MIR

Wie ein neues Wirtschaftsmodell entstanden ist

»The control of the production of wealth is the control of human life itself.«  HILAIRE BELLOC

Marx‘ Traum

»Stellen sie sich eine Welt vor, in der jeder Aspekt der natürlichen Umgebung zu verkaufen oder zu vermieten ist. […] Stellen Sie sich darüber hinaus vor, dass in dieser Welt jede menschliche Beziehung geschaffen oder beendet werden kann, wenn genügend Geld dafür gezahlt wird. Freundschaften und Ehen werfden ge- und verkauft, wie alle Güter, mit dem allgemeinen Medium Geld.«

Von der letzten Phase des Kapitalismus, seiner höchsten Entwicklungsform, hatten Marx und Engels eine klare Vorstellung. Jegliche Form von Beziehung würde in Wertebeziehungen verwandelt werden und einen Marktpreis erhalten. Aus Qualitäten würden Quantitäten. Aus Seidenstoff würden Zahlenketten, genau wie aus dem Heiligen und Schönen, der Würde und der Ehre, der Treue und der Freundschaft, der Herkunft, dem eigenen Standort, dem Jetzt, Gestern, Morgen – alles würde käuflich. Der letzte Unterschied zwischen allen Dingen wäre ihr Marktwert. Absolute Werte würden verschwinden.

   Entstehen würden dafür Berge von Geld.

Souls for Sale

Wir sind soweit. Das ist die Welt, in der unser Neuer Mensch lebt. Wir kaufen nicht nur unsere Freundschaft in Form von Facebook-Likes bei indischen Serverfirmen. NAchdem der Kapitalismus die Außenwelt erobert hat, erschließt er jetzt gerade die Innenwelt.“ […]

Hannes Grassegger: Das Kapital bin ich 

Copyright © 2014 by Klein & Aber AG Zürich – Berlin

http://www.kleinundaber.ch

ISBN 978-3-0369-5698-5

640

 

BRD verweigert den Opfern des deutschen Faschismus in Griechenland die Wiedergutmachung

„Damit diese Gelder in der deutschen Staatskasse bleiben können, setzt Berlin auf die Resignation der Opfer: In Thessaloniki haben sie über Jahrzehnte für ihre Rechte gestritten, aber wurden (nicht nur von deutschen Gerichten) abgewiesen. Auf ihr fortgeschrittenes Alter, auf ihre körperliche und moralische Erschöpfung zu spekulieren, ist das Geschäft der deutschen Außenpolitik. Aus den Gläubigern, den Opfern, sollen Bettler werden – so auch jetzt in Thessaloniki.“

Sascha's Welt

673_36Opfer des deutschen Faschismus in den Straßen von Athen

Den Opfern des deutschen Faschismus bietet die Bundesrepublik seit Jahrzehnten Geschäfte an: Schuldenerlaß für den deutschen Staat und seine materiellen Verbrechen – im Tausch gegen „humanitäre Hilfe“; Rechtsverzicht der Opfer – gegen Schweigegeld der Tätererben. Deutschland versucht mit allen Mitteln seinen immensen Schulden zu entkommen: in Thessaloniki geht es nicht nur um die Rückzahlung der Fahrtkosten nach Auschwitz und Treblinka (89 Millionen Euro); auch erpresste „Lösegelder“ (im heutigen Wert von über 200 Millionen Euro) sind der Jüdischen Gemeinde nie erstattet worden.

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Gespräche im Gefängnis mit Herrn O. | Thomas Moser

Eyes Wide Shut

Besondere Umstände beim Besuch eines NSU-Zeugen hinter Gittern
Von Thomas Moser

Ein Zeuge, der möglicherweise etwas zu den Hintergründen des NSU-Komplexes weiß, sitzt im Gefängnis. Nicht wegen der NSU, sondern wegen anderer Delikte. Obwohl, so klar ist das nicht. Jedenfalls: Wenn man ihn treffen und befragen möchte, ist das mit besonderen Umständen verbunden. Die Behörden wissen von jedem einzelnen Treffen. Der Informant und Strafgefangene ist denjenigen ausgeliefert, über die er möglicherweise auch berichtet. Thomas Moser schildert seine Gespräche mit dem inhaftierten Zeugen Herrn O. und die Grenzen, die ihnen gesetzt sind:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tandem/swr2-tandem-gespraeche-im-gefaengnis-mit-herrn-o/-/id=8986864/did=18402104/nid=8986864/1x9tlcd/index.html

Sendetermin am Freitag, den 9. Dezember 2016 um 10.05 Uhr auf SWR2

Um wen handelt es sich:

Torsten Ogertschnik

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