EBERHARD FUNKE: Die letzten Wochen und Tage der Hitlerbarbarei in Gera und der Beginn einer neuen Zeit


Sascha's Welt

Gera 6April45Am Freitag, dem 13. April 1945, gegen 12 Uhr, verkünde­ten in Gera die Sirenen mit einem Fünf-Minuten-Dauerton „Feindalarm“. Das Ende einer unmenschlichen Herrschaft, der zwölf Schreckensjahre der Hitlerbarbarei, stand unmittelbar bevor. Die Truppen der Anti-Hitler-Koalition zerschlugen mit unaufhaltsamer Wucht die faschistische Wehrmacht, wobei die Sowjetunion den Hauptanteil trug. Der Hitlerkrieg ging seinem Ende zu. Hier halfen auch nicht mehr die vielen Lügen und Falschmeldungen der Hitlerbande, mit denen sie das deutsche Volk betrog. Die „Geraer Zeitung“ forderte auf der ersten Seite ihrer Ausgabe vom 3. April 1945: „Jetzt gilt nur noch eine Parole: Siegen oder fallen! Wer nicht bis zum letzten Atemzuge kämpft, er wird als Fahnenflüchtiger geächtet und behandelt.“ Und das fünf Minuten vor zwölf, als sich die Sowjetsoldaten anschickten, dem Hitler-Faschismus in seiner Berliner Höhle den Todesstoß zu versetzen.

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