Irreligiöse Kritik führt zu Katastrophen …


Irreligiöse Kritik führt zu Katastrophen …

Axel Dietsch: Sie schreiben einiges Vernünftiges, Frau Hendrick. Aber dies hier ist – tja, wahrscheinlich unüberlegt. Wenn wir alle Vorkommnisse in der Geschichte an unseren heutigen Maßstäben messen, haben wir fast überall, oft ausgehend von Europa, eine Aneinanderreihung von humanistischen Katastrophen zu beklagen! Die ganze Zionismus/ (Anti)Semitismus-Debatte gehört zu diesen Katatrophen. Weil sie nämlich genau das tut, was der Humanist gern vermeidet. Sie, die Diskussion, akzeptiert als Axiom die Unterschiedlichkeit der Menschen auf Grund ihrer völkischen Herkunft und ihrer Religion. Entweder sind alle Menschen Menschen, oder diese Diskussion wird dazu führen den Konflikt auch noch in die ferne Zukunft zu transportieren!
Und noch eins: Nehmt doch bitte Eure eigene Religion nicht so ernst! Bedenke: Die Religonen sind nicht die Lösung sondern wesentliche Ursachen der Probleme!
Georg Löding
Georg Löding “Sie, die Diskussion, akzeptiert als Axiom die Unterschiedlichkeit der Menschen auf Grund ihrer völkischen Herkunft und ihrer Religion.“

Wo haben Sie das “herausgelesen“?

Und von welcher “Unterschiedlichkeit“ sprechen Sie?

Äußerlich — und das ist biologisch bedingt — gibt es ja nun einmal tatsächliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Menschen-Gruppen = Rassen … und diese äußerlichen Merkmale gibt es sogar bei Eineiigen Zwillingen – so ähnlich sie einem auch erscheinen mögen, sind sie dennoch jeder für sich ein-einmaliger Mensch!

“Innerlich“ — und das ist gesellschaftlich bedingt — gibt es aber auch tatsächliche Unterschiede: Sie betreffen das Denken und die Vorstellungswelten auf die ein Mensch hin abgerichtet wird und mit der die Herrschaft des Menschen über andere Menschen “begründet“, durchgesetzt und sanktioniert oder widerlegt wird! Und daran hat der organisierte Aberglaube aus Religion und Philosophie seit ein paar tausend Jahren den wesentlichen Anteil, was sich m.E. auf die Unkenntnis und Unwissenheit über unser eigentlich natürliches = biologisch-materielles Sein zurückführen läßt!

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Seit wann gehört die irreligiöse Kritik an den Religionen, den Philosophien, Weltanschauungen, dem Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus, Faschismus, Imperialismus, Kolonialismus usw. “zu den Katastrophen“?

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Selbstverständlich sind Menschen Menschen, aber sie werden zunächst einmal von der Gesellschaft, in die sie hineingeboren werden, abgerichtet und dressiert, geformt, gepägt: “Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein“ (Karl Marx) — vollkommen davon losgelöst, um welche Kultur es sich handelt, welchem Aberglauben (Philosopuie, Religion und Idealismus) diese Kultur beruht.

Werde ich in eine “Jagdkultur“ hineingeboren, in der es “normal“ ist, Menschen einer anderen Gruppe von Menschen zu jagen, zu töten, nach Hause zu bringen, zu schlachten, zu zubereiten und zu verspeisen, werde ich dies annehmen (es adaptieren = mich anpassen). usw. usw.

… hier ist es “normal“ höhere Säugetiere zu halten (andere Affen, Hunde, Kamele, Katzen, Kühe, Pferde, Schafe, Schweine, Ziegen u.a.) oder zu jagen (Büffel, Delphine, Elefanten, Hirsche, Nilpferde, Wale usw.) zu töten, nach Hause zu bringen, zu schlachten, zu zubereiten und zu verspeisen

… auf dem menschlichen Speiseplan steht selbstverständlich auch der Biber, der Marder, die Maus, die Ratte, die Vögel, Fische, Spinnen, Schlangen und andere Reptilien, Würmer und Insekten.

(Als reine Info: Ich kenne Menschen, die nach einer Beerdigung nachts die Leichen ausgraben, um sie zu verzehren oder – für mich -stinkendes Aas verzehren.)

In einer Kultur kann die eine Nahrung ein Sakrileg oder Tabu sein: in einer anderen ist es alltäglich!

… oder wird “stillschweigend“ in einer Hungersnot – wie während und nach den Kriegen – hingenommen: “Molly mit Klöß“[*] ist davon nur eine “humane“ Variante: in den Kriegsgefangenenlagern wurden selbstverständlich die Leichen der “toten Kameraden“ bis zum Knochen abgenagt!

[*] Ein Mensch bringt seinen Hund zum Wirt; dieser bereitet daraus eine Speise für den Besitzer des Hundes (oder welchen Tieres auch immer) zu; 50% gehen “für die Arbeit des Wirts“ drauf.

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