wieder mal mein Thema: BOYCOTT


Was ‚beeindruckt‘ das Kapital eher – und spürbar?

A. Dein Protest-Engagement bei Demos

B. Dein Konsumverzicht / Konsumveränderung

Eine sehr gute Frage!

Die Antwort lautet B.

 

Der Kapitalismus weiß jedoch um diese Antwort, weshalb er die Menschen “gesetzlich“ dazu zwingt gar nicht auf den “Konsum“ verzichten zu können!

 
… selbst die Konsumveränderung — etwa vom Kadaver-Fleisch-Fresser hin zum Vegetarier oder Veganer (das sind in Deutschland mittlerweile über zehn Millionen Menschen) ändert daran nichts: Der Kapitalismus passt schlicht seine Produktion auf diesen “Nachfrage-Konsum“ an.
 
Um nicht mißverstanden zu werden:
 
Für mich selber, ändert sich damit natürlich vieles – gesellschaftlich jedoch ändert sich dadurch nichts am FALSCHEN System!!!
 
Beispiel.
Die meisten Kleidungsstücke, die ich trage, sind +10 Jahre, viele +20 Jahre und mehr alt (*1) (ausgenommen Unterwäsche – die ich immernoch trage, obwohl mir bis heute nicht klar ist, Warum ich die [ich denke: Abrichtung, Dressur und Gewöhnung!] und Socken, die regelmäßig in der Waschmaschine, wie von unsichtbarer Hand verschwinden   )
 
(*1) Yo^^ beim Kauf war das etwas “teuerer“ als 08/15, was nach drei Monaten entsorgt werden muß! … aber ich habe schon vor 35 Jahren die Kosten berechnet:
Eine Kleidungsstück kostet 36,50 , eine anderes 365,-
Das Kleidungsstück zu 36,50 “hält“ vielleicht ein Jahr = 0,1 pro Tag;
das zu 365,- kostet im Jahr 1,- pro Tag (also das zehnfache!), da ich aber — außer bei Verlust — sicher sein kann, dass ich es mindestens 30 Jahre tragen kann, betragen meine Kosten dafür lediglich 0,033 pro Tag:
 
Die Kosten für ein “billiges“ sind pro Tag also dreimal höher, als für ein “wertvolles“!
Doch viel ausschlaggebender für Mich ist: Ich muß nur alle 10 bis 30 Jahre in ein Geschäft rennen oder heutigentags im Online-Shop bestellen, um Kleidung zu kaufen!
 
“Normalerweise“ dauert der Einkauf eines Kleidungsstücks etwa zwei Stunden; das Konsumverhalten ist — wenn den Statistiken gefolgt wird — zwei pro Monat (ich untertreibe bewusst!) = vier Stunden => 12 x 4 = 48 Stunden im Jahr NUR um Kleidung zu kaufen!
 
Ich mache das einmal in zehn Jahre = 10 Stunden Zeitaufwand! = Eine Stunde pro Jahr = 5 Minuten im Monat = 1,15 Minuten pro Woche = 9 Sekunden am Tag.
 
480 Stunden minus 10 Stunden (in zehn Jahren) = 470 Stunden IN DENEN ich sinnvolleres tun kann — zum Beispiel hier bei Evan Dennings posten! — als irgendeinen Firlefanz zu kaufen, der dann in der Altkleidersammlung endet und nach Afrika exportiert wird,
wo deren einheimische Produktion für Kleidung zusammenbricht, weil NIEMAND zu den Kosten, die der Import in ein afrikanisches Land verursacht, dort auch nur annähernd produzieren kann!
 
Ein Kilo Baumwolle kostet derzeit etwa 2,87 €/kg, die muss noch in “Fäden“ und “Tuch“ verarbeitet werden, hinzu kommt der Transport zu einer Frima, die daraus dann Kleidung näht. Das fertige Stück muss wiederum vermarktet und transportiert werden: Alles-in-Allem = ein kg Kleidung kostet also mindestens 5,- € … und je nach Verarbeitung (Jeans, Pullover, Socken usw.) bis zu 50,- €.
 
NUN!!!
[Hier spreche ich ausschlieißlich über meine Erfahrungen in Uganda, Rwanda, Kenia, Tansania, Burundi und Südafrika!!!]
 
Eine afrikanische Frau – die als “Marktfrau“ tätig ist – weiß darüber gar nichts — sowenig, wie die Menschen hier!
 
… aber auf dem Markt in Kampala wird eine Container mit *Gebrauchter Kleidung* angeboten … darin befinden sich 300 Ballen je 60 kg gebrauchter Kleidung aus Deutschland …
 
Jeder dieser Ballen wird von diesen Frauen für 90 – 120 Euro gekauft:
niedriegster Preis für den gesamten Container = 18.000,- € !!! = 1,- € PRO KILO fertiger WARE!!!
 
=> (das bedeutet) ::: JE Kilo Kleidung in einem 60 kg Ballen, die eine solche Frau kauft, kosten im Durchschnitt 1,5 €/kg … [in einem solchen Ballen von 60 kg befinden sich etwa 150 bis 300 gebrauchte Kleidungsstücke o/o also 250 Stücke], die dieses Markweib dann für 0,2 bis 1,00 € verkauft.
 
250 x 0,2 = 125,- Euro minus 90,- € Einkauf = 35,- € “Gewinn (ihren Transport, ihre Marktgebühren, die sie auch dort bezahlen muss!) PRO MONAT!!!
 
Gemäß der dortigen Verhältnisse ist SIE eine REICHE Frau, denn sie kann dadurch für ihre Kinder sorgen und deren Schulgebühren zahlen.
 
ALSO
 
“Wenn Konsum-Verzicht“ !!! HÖRT endlich damit auf – durch eure “Kleiderspenden“ – die Produktion von Kleidung in Afrika zu sabotieren … in dem ihr aufhört ***Kleidung zu spenden***!!!
 
 
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