Max Steenbeck: Nachdenken über unsere Zeit und die Zukunft


Ist der Gedanke an einen neuen Weltkrieg doch nicht so abwegig?

Hört man die Kriegstreiber in den USA und die aggressivsten Vertreter der NATO, so bleibt eigentlich gar kein anderer Schluß übrig: ein erneuter Krieg ist unausweichlich…

Ein egoistisches Streben der ohnehin schon reichen Schichten nach immer weiterer Steigerung der eigenen materiellen Lebensansprüche zementiert nur die großen sozialen Unterschiede auf der Erde und muß schließlich zur weltweiten Katastrophe führen. Die Gefahr, daß so etwas eintritt, ist riesengroß; ihr zu entgehen erfordert nicht zuletzt auch moralische Anstrengungen, denen wohl feste Persönlichkeiten, aber niemals labile Charaktere gewachsen sind.

Sascha's Welt

steenbeck Max Steenbeck (1904-1981)

Es ist schon ein paar Jahre her, seit sich Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen Gedanken machten über die Zukunft. 1971 erschien im Urania-Verlag das Buch „Wir werden es erleben“. Die Fragen damals waren: Wie wird das sein in ein paar Jahren? Wird die Menschheit sich ihre Träume erfüllen können? Werden wir endlich befreit sein von der Geißel des Krieges? Wird auch den ärmsten Nationen Glück und Wohlstand beim erfolgreichen Aufbau ihrer Gesellschaft beschieden sein? Daß Prognosen aber immer vom Wirklichen ausgehen sollen, nicht aber vom Möglichen bestimmt, schien damals nur wenige ernsthaft zu interessieren. Man spekulierte munter darauf los, hatte den Untergang des Kapitalismus schon fest im Blick, seine Gefährlichkeit war den meisten zwar bewußt, jedoch die Chruschtschow’sche Lügenpropaganda hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Selbstüberschätzung und mangelnde Wachsamkeit taten ihr übriges. In dieser Zeit schrieb der Professor für Plasmasphysik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena seine Gedanken nieder.

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