Vom Kopf auf die Füße gestellt


“Die Religion ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt.

Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“

 

– Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f.

 

Demnach ist “das menschliche Wesen“, eine Komplexität, die aus Emotionen, Gedanken und Vorstellungen besteht, die vom (gesellschaftlich gegebenen) Sein bestimmt werden.

Da der Mensch ein “Leben-Atmendes“ Wesen ist, das zu den “höheren“ Säugetieren: letzte überlebende Art der Gattung Homo aus der Ordnung der Primaten zur Unterordnung der Trockennasenaffen, dort zur Familie der Menschenaffen gehört, kann sein Gehirn “sprachlich-gedanklich“ und sein Verhalten (nicht mit Instinkten zu verwechseln) emotional frei programmiert werden.

Mit “Glauben“ hat das gar nichts zu tun. Es handelt sich um eine Tatsache:

Der Mensch kommt nämlich ohne Sprache, ergo ohne Gedanken und ohne gesellschaftliche abgerichtete und dressierte Verhaltensweisen zur Welt. Die Sprache, die in seiner Umgebung gesprochen wird, “programmiert“ also ‚unmittelbar‘, was er [zunächst!!!] zu “denken“ lernt = ‚was er für wahr und wirklich halten muss‘, da er eben nicht in irgendeine Umgebung, sondern in eine für ihn bestimmende Umgebung (Gesellschaft) hineingeboren wird; ebenso wie er sich den in einer Gesellschaft herrschenden Verhaltensweisen anpasst.

— Die DNA oder die Gene haben weder einen Einfluß darauf, wo ein Mensch geboren wird, noch welche Sprache, Philosophie, Religion oder Vorstellungswelt er erlernen wird — auf was er zunächst “programmiert“ wird.

DNA oder Gene sind lediglich die Voraussetzung für die Fähigkeit des Wahrnehmens (Fühlen, Hören, Sehen, Schmecken und Riechen), des Sprechens, Denkens und Lernens, die individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s