Dreckschleuder in Wedel abstellen


Partikelregen

Protest: Samstag, den 09.09.2017 ab „Fünf nach zwölf“ vor dem Werkstor am Tinsdaler Weg 146 (Einfahrt bei Toyota Rosenbaum)

Liebe NachbarInnen, liebe AnwohnerInnen aus Wedel und Rissen,

 

wie Sie sicher erfahren haben, lässt uns Vattenfall seit Wochen wieder im Partikelregen stehen.

Verdreckte Gärten und Wintergärten, Autos und Glasdächer gehören inzwischen fast zum Alltag.

Nicht zu vergessen, es sind auch anliegende Schulen, Kindergärten und Spielplätze betroffen. Die Partikel sind nachweislich ätzend und können mit Wasser Schwefelsäure bilden. Es geht dabei nicht nur um Dreck und Ätzschäden, sondern auch um die Gefährdung unserer Gesundheit. Auch wenn die Verschmutzung nur deutlich auf Glas, Lack etc. zu erkennen ist: Die Partikel rieseln auf uns, unsere Kinder, in unsere Gärten und auf unsere Pflanzen.

 

Immer wieder müssen wir uns bei der Landesbehörde „LLUR“, dem Grünen Umweltministerium und bei Vattenfall direkt beschweren, damit auf diese Umweltverschmutzung überhaupt reagiert wird.

Vattenfall sollte während der diesjährigen Revision den Partikelausstoß „mindern“ (Frist 31.08.17). Damit ist Vattenfall komplett gescheitert. Alleine in diesem Monat hat es bisher 7! Partikelausstöße gegeben.

Vattenfall gibt in einem Flyer an die AnwohnerInnen vom 29.08.17 an, dass es sich bei einem Ausstoß in der vorherigen Woche um „Kalkhydrat“ gehandelt hat. Unerwähnt lässt Vattenfall, dass Kalkhydrat in Verbindung mit Wasser eine starke Lauge bildet. Weiterhin schreibt Vattenfall, dass es „bei einer Anlage dieser Bauart nicht möglich sei, Partikelausstoß ganz zu vermeiden“. Das Kohlekraftwerk Wedel ist ein ganz normales Kohlekraftwerk. Leider funktioniert die Rauchgasanlage nicht! Es gibt in ganz Deutschland kein annähernd vergleichbares Beispiel. Wedel hält bei den Partikelausstößen einen einsamen Negativrekord.

Jetzt muss endgültig Schluss sein! Zusätzlich zu den sichtbaren Partikeln stößt Wedels Dreckschleuder hohe Emission an Stickstoffoxiden, Schwefeloxiden, Quecksilber und Feinstaub aus, an dem Krebserzeugende Substanzen wie Blei, Cadmium, Nickel, PAK, Dioxine und Furane haften können.

Wir wollen mit einer Kundgebung vor dem Werkstor auf unsere Forderung aufmerksam machen. Vattenfall muss diese Dreckschleuder endlich abstellen. Das Kraftwerk hält mit seinem Betrieb die deutschen Gesetze nicht ein. Wedel soll wieder, gemäß dem eigenen Motto, eine „Stadt mit frischem Wind“ werden.

Wir hoffen sehr auf die Unterstützung der Wedeler Parteien, gerade jetzt vor der Bundestagswahl.

 

Kommen Sie bitte mit Regen-, Sonnen- oder sonstigen Schirmen, um gegen den Partikelregen zu protestieren. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Die Mitglieder unserer Bürgerinitiative stehen sehr gerne für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

 

Unser Kampf, David gegen Goliath – BürgerInnen gegen den Energieriesen Vattenfall – braucht Ausdauer und Kraft, aber eben auch Geld. Zuständig für die Überwachung des Kraftwerks ist die Kieler Umweltbehörde unter Minister Habeck. Trotz Vorlage mehrerer Gutachten (auch Schadensgutachten) behauptet Kiel weiterhin, dass die Partikel keine Gefährdung darstellen. Wir haben einen rechtlichen Widerspruch eingelegt. Die Partikel müssen abgestellt und nicht irgendwie gemindert werden!

Sollte Kiel nach der erfolglosen Revision nicht endlich einschreiten, werden wir in die Eilgerichtsklage zum Schutz unserer Nachbarschaft gehen müssen.

Daher freuen wir uns, wenn Sie uns mit einer kleinen oder auch größeren Spende unterstützen.

Spendenkonto der Bürgerinitiative:

Linda Clausen-Hansen

IBAN: DE682005055001280530146.

Für weitere Informationen senden Sie gerne eine E-Mail an: klueckow@gmail.com

 

Kraftwerk Wedel

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Eine Antwort zu “Dreckschleuder in Wedel abstellen

  1. Hat dies auf Schramme Journal rebloggt und kommentierte:
    Vattenfall ein Konzern, der unter anderem für großes Geld kleine Energie liefert, die Umwelt ausbeutet und verdreckt, vergiftet uns alle schädigt. Und das Dank vieler Gesetzesschriften die dieser zusammen mit anderen gierigen Konzernen, die ebenfalls kleine Energie für großes Geld liefern und selber die Preise bestimmen, von geschmierten Politikern umsetzen ließen…

    Gefällt mir

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