Mittlerweile scheint sich in der Geschichtsschreibung ein Virus auszubreiten, den wir die Goebbelssche Mendazinie* (Lügenkrankheit) nennen wollen. Bekanntlich hat sich der vormalige Nazipropagandaminister (ein skrupelloser Kriegshetzer, ein bis zum letzten Atemzug eiskalter Volksverführer und Verbrecher) der Verantwortung vor dem Nürnberger Gericht durch Selbstmord entzogen. Doch seine Lügen haben dank der bürgerlichen Massenmedien (Zeitungen und Rundfunk) schon damals weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus Verbreitung gefunden. Sie haben ihn sogar überlebt, denn auch in die Geschichtsschreibung hielten seine verlogenen Tiraden Einzug. Man zitierte (vorrangig waren es westdeutsche Historiker und Journalisten) seine Weltsicht und seine Darstellungen in Zeitungen, Büchern und Artikeln, oft ohne auf deren Falschheit hinzuweisen. Ein hervorstechendes Machwerk dieser Art war das „Schwarzbuch des Kommunismus“.
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