(Karikatur: Krokodil)
»Krise« gehörte bis zum Ende der 1980er Jahre zu den am meisten gebrauchten Wörtern in den Reden und Schriften bürgerlicher Politiker und Ideologen. Man sprach von der Wirtschafts- und Währungskrise, der Krise des Weltmarktes, der Energiekrise, der Bildungskrise, der Umweltkrise und der Krise der Kultur, der Moral, von der Krise der Städte, von der Krise der Menschheit usw. Die gleichen Leute, die viele Jahre lang erklärt hatten, sie wären jetzt in der Lage, Krisen zu beherrschen und zu verhindern, mußten damals »glaubhafte« Erklärungen für die tiefe Krise des Kapitalismus finden. Heute hat sich die Rhetorik geändert, nicht aber das Wesen der Sache selbst.
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