Adenauer in Moskau


Und ich war bis heute der Auffassung, dass es sich bei den von Adenauer “freigekauften Menschen“ tatsächlich um die letzten deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion gehandelt hätte.

Danke, Sascha, für diesen Augenöffner!

Jetzt “verstehe“ ich auch zum ersten Mal das Buch eines Alexander von Huhn: “Hoffnung ist ein Anfang“:

Otto Alexander von Huhn wird 1907 in Riga geboren. Nach dem Abitur studiert er zunächst Philosophie, 1930 wechselt er zum Theologie-Studium in Riga, Göttingen, Bonn und Königsberg. 1934 wird er Pfarrer im damaligen Ostpreußen. Als Wehrmacht-Offizier kämpft er im Zweiten Weltkrieg. Weil er die Sprache perfekt spricht, ist es seine Aufgabe, russische Gefangene zu verhören. [*1] Von 1945 bis 1955 ist er in russischer Kriegsgefangenschaft.– https://bgv.ekir.de/blog/otto-alexander-von-huhn/

[*1] Es kann sich ja jeder selber ausmalen, was unter einem Verhör in einem — von der Hitler-Armee geführten — Vernichtungskrieg zu verstehen ist: Grausamste FOLTER!!!

Das hat Herr Huhn freilich in seinem Buch vollkommen unerwähnt gelassen. Aber natürlich hat er sich lediglich als einen “gewöhnliche“ Offizier, der in Kriegsgefangenschaft geraten war, dargestellt und nicht als den Menschen, der grausame Kriegsverbrechen an den Gefangenen der Roten Armee verübt hatte!

Nach kurzer Tätigkeit als Pfarrer in Bad Godesberg wechselt er 1958 als Militäroberpfarrer an die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Bis 1966 lehrt er dort und hält regelmäßig Gottesdienste. Er organisiert Tagungen, Gesprächskreise für Offiziere und Akademiker und hält Vorträge. Auch nach dem Ruhestand 1970 setzt er diese Arbeit fort. Sein weihnachtlicher Jahresrundbrief erreicht bis zu 800 Interessierte. Otto Alexander von Huhn stirbt am 13. Oktober 1980 in Wuppertal. – https://bgv.ekir.de/blog/otto-alexander-von-huhn/

Interessant vielleicht auch folgender Zusammenhang:

Die Helmut-Schmidt-Universität ist eine von zwei Universitäten der Bundeswehr. Ihre formelle Gründung im Jahr 1972 als „Hochschule der Bundeswehr Hamburg“ geht auf die Initiative des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt zurück, dessen Namen sie 2003 erhielt. https://www.hsu-hh.de/ an der besagter Herr Huhn auch Vorträge hielt!

Meine wirklich nicht helle Mutter,

die sowohl ein apolitischer [gleichgültig, ohne Interesse gegenüber politischem Geschehen] Mensch als auch are­li­gi­ös [nicht religiös; außerhalb der Religion [stehend]; irreligiös] war und der Welt, dem Leben unphilosophisch gegenüberstand, sich aber in ihrer “eigenen“ Lebenswirklichkeit voller “Unglück“ und Leiden FÜR das Überleben ihrer Kinder einsetzte — obwohl sie echt nie begriffen hat, dass durch Sex mit einem Menschen männlichen Geschlechts WIRKLICH ein Kind “entstehen“ kann,

hatte für Menschen wie Huhn oder Schmidt nur eines übrig:

Alle diese Esel in einen Sack gesteckt und dann mit einem Knüppel verprügeln: Es wird immer den Richtigen treffen. …

Wenn ich nicht wüßte, dass das Leben so einfach nicht erklärt werden kann und pauschale Meinungen und Handlungen kontraproduktiv sind, bin ich dennoch manchmal dazu geneigt, meiner Mutter (R.I.P) zuzustimmen.

Sascha's Welt

Adenauer Adenauer (1876-1967)

Nein, Adenauer war kein Nazi. Während seine Vaterstadt Köln  von Bombenangriffen immer mehr zerstört wurde und sich immer mehr Menschen gegen Hitler zusammenfanden, züchtete Adenauer in seinem Garten in Rhöndorf  bei Bonn Rosen. Gemeinsam mit den Herren Abs, unter Hitler Leiter der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, und dem Kölner Bankier Dr. Robert Pferdmenges arbeitete Adenauer in seiner Rhöndorfer Villa die taktische Linie für die Gründung einer neuen Partei zur Erhaltung des alten Systems aus. „Die CDU überwindet den Kapitalismus und Marxismus“ – so lautete der erste Satz dieses Programms. Weiter heißt es darin nicht minder demagogisch: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.“ (Ahlener Programm 1947) Und 1955 reiste Adenauer nach Moskau. Er traf sich dort mit … Chruschtschow. Doch in seinem Gepäck reiste zumindest ein Nazi mit, als er 1955 die sowjetische Hauptstadt aufsuchte: Globke.

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