A.A. Smirnow: Eigenschaften des Verstandes

Eine echte Herausforderung, der sich scheinbar nur wenige stellen können oder wollen (?).

Doch um dies Herausforderung anzunehmen, bedarf es zunächst einmal der Erkenntnis, dass das Denken, wie alle anderen Tätigkeiten des menschlichen Gehirns: das Sehen, Hören, Sprechen, Riechen, Schmecken und Fühlen erlernt werden muss.
Beim Erlernen des Denkens hat der Mensch zwei großartige Helferinnen: Die Geometrie und die Mathematik [Mathematik: altgriechisch μαθηματική τέχνη mathēmatikē téchnē ‚die Kunst des Lernens‘, ‚zum Lernen gehörig‘)]

Und zweitens bedarf es dazu, zu akzeptieren, dass nicht alles, was man selbst für das eigene Denken hält, überhaupt als Denken bezeichnet werden darf und es sich öfter als man “denkt“ um ein übernommenes Denken handelt, auf das der Mensch abgerichtet und dressiert wurde.
Stichwort: Indoktrination: *Es wird einem eine falsche religiöse und/oder philosophische “Lehre“ beigebracht, die, weil der Mensch zunächst nichts anderes “erfährt“ oder kennt, von ihm nicht nur für wirklich, sondern für wahr gehalten wird.

Sascha's Welt

DenkerAuch wenn vielleicht einige der Gedanken des Autors im nachfolgenden Beitrag nicht so ganz dem heutigen Verständnis entsprechen – immerhin liegt die Entstehung des Buches bereits 70 Jahre zurück – so ist doch die Systematik seiner Herangehensweise durchaus auf unsere Zeit übertragbar. Es gilt aus der Fülle der Informationen, mit der wir uns tagtäglich konfrontiert sehen, Wesentliches  herauszufiltern, Unnötiges zu löschen und dabei so manche Verwirrungen und Ablenkungen zu beseitigen, um aus marxistischer Sicht zu einem klaren Ergebnis zu kommen. Unabdingbar ist es, in steter Verbindung zur Praxis zu bleiben, damit sich die Suche nach Lösungen nicht in Illusionen oder Wunschvorstellungen verliert.

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Verbrennungsmotor oder E-Mobil ???

Michael Krieger Georg Löding naja ganz Kritiklos bin ich auch dem E Auto nicht . Die bessere Variante wäre das Brennstoffzellenauto. Nur was ich meine ist das unsere Autohersteller Entwicklungen verschlafen haben was den Antrieb betrifft. Ausländische Hersteller sind nun dabei unsere Hersteller abzuhängen , wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Und das diese Entwicklung verschlafen wurde ist mitunter auch der Regierung verschuldet so wie wir in Sachen digitale Netze jetzt mit Albanien gleichgezogen sind , also der letzte Platz in Europa 😉

@ Michael Krieger:

Die Sache ist etwas komplexer als E-Auto versus Verbrennungsmotor.
 
Es handelt sich um ein intern kapitalistisches Problem:
 
“Wer verkauft den “Märkten“ sein Produkt (Energie): die Förderunternehmen fossiler Treibstoffe oder die Stromproduzenten, die in kapitalistischer Konkurrenz zueinander stehen“?
 
Nun kann aber Strom wesentlich preiswerter produziert werden als fossile Treibstoffe. Da aber die Stromproduzenten gezwungen sind, selbst fossile Treibstoffe zur Herstellung von Strom zu verwenden, können sie ihren Hauptkonkurrenten auf dem Energiemarkt [noch] nicht verdrängen.
Daher haben sie in die Mottenkiste der Propaganda gegriffen und eine weltweite Kampagne gegen fossile Treibstoffe gestartet, die sie ja nicht zwingend zur Herstellung von Strom benötigen, denn dazu reichen die Flußsysteme der Welt – aber vor allem die CO2-freie Atomenergie aus — also wurde damit begonnen, fossile Treibstoffe zu verfemen und in der Öffentlichkeit zu diskreditieren:
 
***CO2 sei der Grund des Klimawandels und der sei ‚hoc-propter-hoc‘ vom Menschen selbst verursacht, da er ja die fossilen Treibstoffe verbrennt, wodurch erst CO2 in die Luft freigesetzt wird.*** [*1]
 
“Die Konkurrenz schläft nicht“ und hat mit einer ebenso effektiven Propaganda die Herstellung von Strom durch Atomkraftwerke verfemt und in den Augen der Öffentlichkeit diskreditiert und vor allem in Deutschland dafür gesorgt, dass die Stromhersteller weitestgehend auf Atomkraft verzichten müssen und stattdessen auf fossile Treibstoffe zur Produktion von Strom angewiesen sind.
 
[*1] Dabei stört es auch fast niemanden, dass mit falschen Messergebnissen und Berechnungen, die gegen die Gesetze der Chemie und Physik eklatant verstoßen, gearbeitet wird, die weder der Geometrie, der Mathematik und nüchtern neutraler Wissenschaft standhalten können.
So wird überall behauptet und verbreitet, dass die Luft bereits mit >400 ppm CO2 angefüllt sei, obwohl es wirklich nur 4 ppm sein können und den Leuten “Angst vor den >36 Gt. CO2 gemacht“, die jährlich durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe in die Luft abgegeben werden – “und so den Treibhauseffekt verstärken und den Klimawandel befördern“ –
 
und dies, obwohl das “eigentliche“ Treibhausgas = H2O von 13.000 Gt, das 36-mal im Jahr ‚zirkuliert‘ (Verdunstung und Niederschlag) damit den 0,1 Gt CO2 pro Tag 1.300 Gt H2O pro Tag gegenüberstehen, die das CO2 aus der Luft “auswaschen“!; so daß die 41 Gt CO2, die sich tatsächlich in der Luft befinden, durch die menschliche Verbrennung fossiler Treibstoffe gar keine höhere Konzentration erreichen kann!
 
P.S.
Damit ich nun nicht mißverstanden werde:
 
Ich bin sowohl gegen die Verbrennung fossiler Treibstoffe — unter den heute ungelösten Problemen, die das mit sich bringt — als auch ein Gegner von Atomkraft — unter den heute ungelösten Problemen, die das mit sich bringt —
Jedoch Bin Ich ‚deshalb‘ weder ein Gegner der Verbrennung fossiler Treibstoffe oder der Atomkraft als Solcher!
 
Aber die wissenschaftliche Forschung und die Kenntnisse der Menschheit ist heute bereits soweit, dass es für die Erzeugung von Strom und Wärme gar nicht mehr nötig ist, fossile Treibstoffe oder Atomkraft verwenden zu müssen.
 
Doch solange diese Produkte (Strom und Wärme)
 
— die Produkte menschlichen Erfinder-Geistes und Arbeitskraft sind, die er dem Kapitalismus verkaufen muss, um überleben zu können —
 
für einen angeblichen “ominösen“ Markt sind, der sich kapitalistisch zu sichern ist, “daß am Ende bloß *Berge von Geld entstehen*“ (MARX), wird wohl nicht begriffen werden,
dass die Versorgung von Strom und Wärme (Energie). Lebensmittel und Wasser und was wir sonst noch zum Überleben benötigen – Kleidung, Schuhe, Schutz vor den Wetter-Unbilligkeiten – auch ganz anders organisiert werden kann,
 
bleiben wir halt SKLAVEN des Kapitalismus, der nur “einer Hand voll Menschen ‚Vorteile‘ einbringt, während wir – die ohne Erkenntnis dahin lebenden Träumer bleiben, die aus ihrem lebenslangen Traum nicht erwachen (SOKRATES), die weder den Traum erkennen noch wissen, wie wir damit umgehen sollen, wenn wir erkennen, dass wir uns selber in einer TRUMAN LIVE SHOW befinden.

Taras Schewtschenko (1814-1861)

Sascha's Welt

Schewtschenko T.G. Schewtschenko – Selbstbildnis

Er ist der ukrainische Nationaldichter, Maler und der Begründer des kritischen Realismus in der ukrainischen Literatur. Anfangs schuf er als Maler klassizistische Bildnisse und Historienbilder, dann realistische Volksszenen und Landschaften. Später wandte er sich immer mehr dem poetischen Schaffen zu. In volksliedhaften Gedichten, Balladen und Verserzählungen gestaltete er von demokratischen Positionen und mit großer Ausdrucksfähigkeit das Fühlen, Denken und Handeln der ukrainischen Bauern. Seine bedeutendste Gedichtsammlung ist „Der Kobsar“ [1]. Wegen seiner revolutionären Haltung wurde er vom Zaren für viele Jahre in die Verbannung geschickt. Hier geht es nun um Vergangenes und Zukünftiges. Nicht nur einmal stand das ukrainische Volk vor der Entscheidung, das Joch seiner Unterdrücker abzuwerfen. Erst war es der verhaßte Zarismus, später dann die deutschen Okkupanten und heute ist es das faschistische Regime der ukrainischen Oligarchen. In einem Brief an einen seiner Freunde schrieb  Schewtschenko: „Ringsum Kummer, Wüste, in der Wüste Kasernen, in…

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USA-Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Der „Spezialkrieg“

Sascha's Welt

Green-Beret-US-FlagNiemals bisher sind in den USA fremde Bomben gefallen, und niemals gab es dort einen Eroberungskrieg gegen die USA. Aber schon während des 2. Weltkriegs terrorisierten anglo-amerikanische Bomber die Zivilbevölkerung Europas. Allein über der weltbekannten Kunst- und Kulturstadt Dresden wurden im Februar 1945, kurz vor Ende des Krieges und ohne jede militärische Notwendigkeit,  2.640 Tonnen Bomben und 650.000 Brandbomben abgeworfen. Auch 1,8 Tonnen schwere Luftminen kamen zum Einsatz, welche einen enormen Luftdruck entwickelten und damit Lungen und Trommelfelle in der Nähe befindlicher Menschen zerrissen. Dabei wurden in Dresden bis zu einer halben Million deutsche Zivilisten und Flüchtlinge aus den Ostgebieten, Kinder, Frauen und Greise, ermordet. Kaum 20 Jahre später entwickelte der USA-General Maxwell Taylor das Konzept eines „Spezialkrieges“…

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Berichte aus der Unterwelt…

als ob China und Russland all dies nicht wüssten … oder die buddhistische, hinduistische oder islamische “Welt“ davon keine Ahnung hätte!!!

Sascha's Welt

night_imageNein. Die Unterwelt findet sich nicht im Bühnenboden unter dem Opernhaus zusammen oder in einer Garage im tiefsten Westen der USA. Die Unterwelt ist gegenwärtig. Gepanzerte Limousinen gleiten geräuschlos von das Hotel. Schwerbewaffnete Bodyguards mit Knopf im Ohr reißen die Wagentüren auf. Herren in eleganten Armani-Anzügen schreiten rasch in die Lobby. Nur kein Aufsehen! Und alles findet statt im Zentrum der ehemaligen DDR-Hauptstadt. Wer hätte das jemals gedacht…

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Warum waren Schund- und Schmutzliteratur in der DDR verboten?

Sascha's Welt

SchundbWas wir heute in vielen Buchläden finden, ist bei weitem nicht alles lesenswert oder gar aufhebenswert, kaum, daß man es sich ins eigne Bücherregal stellen möchte. Es ist bestenfalls nichts anderes als Wegwerfliteratur, geschrieben für den Moment und den Verkaufszweck. Von Weltliteratur kann da nicht die Rede sein. – Zu einer Kategorie von Büchern, die in der DDR verboten war, gehörte die Schund- und Schmutzliteratur. Nun mag man sagen, dies sei eine Einschränkung der Meinungsfreiheit gewesen… ja, das war tatsächlich der Fall. Und zwar aus gutem Grund!

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Alles ist gut, WEIL ich und du GUT SIND !!!

erkannt wird, dass

ICH und 

DU und

WIR ALLE

GUTES SEIN SIND!

Ich bin ein guter Mensch!
Du bist ein guter Mensch!
Wir sind gute Menschen!

Bedauerlicherweise kann sich mit Menschen, die dem irren religiösen oder philosophischen Wahn verfallen sind, dass der Mensch von Natur aus ein böses — und damit ein schuldiges und leidendes — Sein wäredarüber nicht unterhalten werden:

Mit solchen Menschen ist nicht gut Kirschen essen!

Und dies, obwohl das meist gedruckte Buch und auch das meistgelesenste Buch der Welt – die Bibel –  in der behauptet, festgestellt und bewiesen ist, daß der Mensch ein GUTES-SEIN ist, “glauben“ = „vertrauen“ selbst die meisten Menschen, die sich als Christen bezeichnen, dieser allgemeinen WAHRHEIT nicht!

Die allgemeine in unserem Kulturkreis behauptete Aussage ist doch wohl:

„Gott ist Liebe!“ „Gott ist der Schöpfer allen Seins“! …

… und dann soll diese Liebe „den Menschen ALS Böses und damit als schuldiges oder leidendes Sein“ hervorgebracht haben! ???

Das ist doch IRRSINNIGER WAHNWITZ!!! der zu einer Schizophrenieim Denkenführen muss!!!

Selbst ohne einen religiösen Hintergrund — in dem ich nun einmal selber „christlich“ in meinem Denken abgerichtet, dressiert und konditioniert (nennt sich ’sozialisiert‘) wurde! — ::

Alles was IST, ist ein Gut!!! Wie kann ein Gut schlecht sein?

Mit anderen Worten: Wie kann ein Gut — wie der Mensch — nur ‚glaubenSchlecht-Sein zu können???


Was ist denn ‚schlecht‚ an irgendeinem Menschen???
Was ist daran ‚böse‘, ein Mensch zu sein???

Etwa, weil er als Gut – als Gutes-Sein überhaupt da ist = existiert???

Ich füge hier einen Ausführung von Augustinus aus dem  Jahre 400 an:
(Die Kirche und die Christen haben seine Ausführungen bedauerlicherweise aus ihren Überlegungen verbannt.)

Alle Geschöpfe sind aus der Schöpferhand Gottes als wesentlich gut hervorgegangen

sie sind jedoch einer Verschlechterung fähig, weil sie nicht absolut gut sind.


Auch wenn Augustinus sich damit grundsätzlich irrt: denn es gibt keinen Schöpfer, sondern nur das Sein, welches das Bewusstsein bestimmt!, so hat er dennoch richtig erfasst:

Das Gute und Böse an den Geschöpfen bedingt sich in gewissem Sinn: das Böse setzt immer etwas Gutes voraus.

Weil also der Schöpfer aller Wesen [= also das materielle Sein = das Seiende Sein – Spinoza, Bibel und Evangelium]ohne Ausnahme unendlich gut ist, darum sind auch alle [geschaffenen] Wesen gut; aber weil sie nicht wie ihr Schöpfer[= also das materielle Sein = das Seiende Sein – Spinoza, Bibel und Evangelium] unendlich und unwandelbar gut sind, darum kann das Gute an ihnen auch abnehmen oder zunehmen. ( => „weil nun einmal ALLES in Bewegung ist!“ )

Nimmt aber das Gute ab, so ist das etwas Böses; doch soviel auch von dem Guten abnimmt, etwas [Gutes] muß doch immer noch zurückbleiben, solange das Wesen selbst noch vorhanden, ist; denn sonst könnte es ja seine Wesenheit nicht behalten.

Mag nämlich ein Wesen sein wie nur immer und mag es noch so unscheinbar sein, so kann doch das Gute, das in ihm kraft seiner Eigenschaft als Wesen wohnt, nur dann vernichtet werden, wenn das Wesen selbst vernichtet wird.

Mit Recht wird gewiß ein unverdorbenes Wesen gerühmt; ist es aber auch noch unverderblich, so daß es einer Verderbnis überhaupt nicht ausgesetzt ist, so verdient es ohne Zweifel noch viel mehr Ruhm.

Wird es aber einmal verdorben, so ist seine Verderbnis darum etwas Böses, weil sie es um irgendeinGut bringt. Würde sie es nämlich um kein Gut bringen, so wäre sie ja nicht schädlich; sie ist aber in Wirklichkeit schädlich, folglich nimmt sie ein Gut weg.

Solange also ein Wesen noch dem Verderben ausgesetzt ist, besitzt es ein Gut, dessen es beraubt werden kann, und wenn darum von einem Wesen etwas übrig bleibt, was schließlich überhaupt nicht mehr verdorben werden kann, so ist es offenbar ein unverderbliches Wesen und es gelangt zu diesem so großen Gut gerade durch die Verderbnis.

Wenn aber die Möglichkeit der Verderbnis nicht aufhört, so hört das Wesen gewiß auch nicht auf, ein Gut zu besitzen, dessen es die Verderbnis berauben kann.

[Erst durch die zerstörende Arbeit der Verderbnis wird klar, welch gewaltiges Gut das seiner Natur nach unverderbliche Wesen der Menschenseele ist.]

Hat aber einmal die Verderbnis das Wesen voll und ganz zernichtet, so ist bloß deshalb nichts Gutes mehr an ihm, weil überhaupt keine Wesenheit mehr da ist.

Darum kann die Verderbnis das Gute nicht vernichten, außer sie vernichtet das Wesen selbst.

Jedes Wesen ist somit etwas Gutes, und zwar ein großes Gut, wenn es nicht verdorben werden kann, nur ein kleines aber dann, wenn dies möglich ist; doch [auch in diesem Falle]
kann nur törichter Unverstand in Abrede stellen, daß es etwas Gutes ist.

Wird aber das Wesen durch Verderbnis zerstört, dann bleibt auch die Verderbnis nicht zurück, weil ja kein Wesen mehr da ist, an dem es haften könnte.

Wenn es also nichts gäbe, was gut ist, dann gäbe es darum auch nichts, was man böse nennen könnte.

Ein Gut jedoch, das von jedem Bösen frei ist, ist ein vollkommenes Gut; das Gut jedoch, dem etwas Böses anhaftet, bleibt trotzdem ein Gut, wenn auch ein verderbtes oder wenigstens verderbliches.
Wo aber einmal gar nichts Gutes mehr vorhanden ist, da kann es auch nichts Böses mehr geben.

Aus dieser Tatsache ergibt sich eine merkwürdige Tatsache: Weil jegliches Wesen in seiner Eigenschaft als solches etwas Gutes ist, so erscheint der Satz: „Ein böses Wesen ist nur ein fehlerhaftes Wesen“ nichts anderes zu bedeuten als daß dasjenige böse ist, was gut ist, und zwar daß nur das böse ist, was gut ist; denn jegliches Wesen ist ja etwas Gutes und kein Ding wäre böse, wenn eben das Ding, das böse ist, kein Wesen wäre.

Es kann also böse nur etwas sein, was gut ist. Mag diese Behauptung auch sonderbar erscheinen, der eben gezogene folgerichtige Schluß zwingt uns unvermeidlich zu dieser Behauptung.

Dabei müssen wir uns davor hüten, daß sich nicht jenes Propheten-Urteil gegen uns richtet, wo es heißt:
„Wehe denen, die das, was gut ist, böse und das, was böse ist, gut nennen, welche die Finsternis Licht und das Licht Finsternis heißen, die das Süße bitter und das Bittere süß nennen!“ Vgl. Is. 5,20.

Der Herr aber sagt: „Ein böser Mensch holt aus dem bösen Schatz seines Herzens Böses hervor.“ Vgl. Matth. 12,35.

Was ist aber ein böser Mensch anders als ein böses Wesen, da ja auch der Mensch ein Wesen ist? Wenn ferner der Mensch in seiner Eigenschaft als Wesen etwas Gutes ist, was ist denn dann ein böser Mensch anders als ein böses Gutes?

Wenn wir indes diese beiden Begriffe auseinander halten, so finden wir, daß er nicht wegen seiner Eigenschaft als Mensch etwas Böses ist und nicht deshalb etwas Gutes, weil er schlecht ist, sondern daß er wegen seiner Eigenschaft als Mensch etwas Gutes ist und etwas Böses deshalb, weil er schlecht ist.

Jeder also, der sagt: „Es ist etwas Böses, ein Mensch zu sein“, oder: ,,Es ist etwas Gutes, schlecht zu sein“, der fällt unter jenen prophetischen Spruch:

„Wehe denen, die das, was gut ist, böse und das, was böse ist, gut nennen!“:
denn so einer beschuldigt ein Werk Gottes [des SEINS als solches!!!], den Menschen, und lobt das Laster des Menschen, die Ungerechtigkeit.

Jegliches Wesen, auch ein fehlerhaftes, ist demnach gut, insoweit es ein Wesen ist, böse aber nur, insoweit es fehlerhaft ist.

Diesen einander so entgegengesetzten Begriffen, böse und gut, gegenüber läßt uns demnach der Grundsatz der Logik im Stiche, es könnten sich an keinem Ding zur gleichen Zeit gegensätzliche Eigenschaften finden; es könne z. B. niemals ein und dieselbe Luft finster und dunkel, die nämliche Speise oder der gleiche Trank zugleich bitter und süß, kein Körper da, wo er weiß ist, auch schwarz und dort, wo er mißgestaltet ist, zugleich auch wohlgebaut sein.
Und ähnlich findet man es bei vielen, ja fast bei allen Gegensätzen: an ein und demselben Gegenstand können sie nicht zugleich nebeneinander bestehen.

Während es aber nun kein Mensch bezweifelt, daß gut und böse Gegensätze sind, so können sie doch nicht bloß zugleich miteinander bestehen, nein, noch mehr: das Böse kann überhaupt nicht ohne das Gute und nur am Guten bestehen, während umgekehrt das Gute seinerseits recht wohl ohne das Böse bestehen kann.

Es kann z.B. ein Mensch oder ein Engel nicht [wesentlich] ungerecht sein; ungerecht aber kann er anderseits doch [per accidens] wieder nur als Mensch oder als Engel sein:

und zwar ist es etwas Gutes, daß er ein Mensch und daß er ein Engel ist, etwas Böses aber, daß er ungerecht ist.

Und diese beiden Gegensätze bestehen bis zu dem Grade gleichzeitig, daß überhaupt nichts Böses möglich wäre, wenn nicht etwas Gutes vorhanden wäre, an dem das Böse sein kann. Denn die Verderbnis könnte sich nicht geltend machen und hätte auch keinen Ausgangspunkt, wenn es nicht etwas gäbe, was von der Verderbnis ergriffen werden könnte; denn nur wo etwas Gutes ist, kann auch etwas verdorben werden; das Wesen der Verderbnis besteht nämlich in nichts anderem, als in der Beseitigung des Guten.

Von dem Guten also hat das Böse seinen Ausgang genommen und nur am Guten ist das Böse möglich.

Es gab auch sonst keine Quelle, aus der irgendein böses Wesen hätte hervorgehen können; denn gäbe es eine solche, so wäre sie ja in ihrer Eigenschaft als Wesen gut:

und zwar wäre sie entweder ein unverderbliches Wesen und als solches ein großes Gut oder sie wäre ein verderbliches Wesen; aber auch als solches müßte sie gut sein, denn nur durch das Verderbnis eben dieses Guten könnte ihm das Verderben schaden.

Wenn wir somit sagen, das Böse sei aus dem Guten hervorgegangen, so möge man jedoch nicht glauben, dies widerstreite dem Ausspruch des Herrn: ,,Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen.“

Freilich kann man, wie die [ewige] Wahrheit sagt, keine Trauben von den Dornen pflücken, weil eben an einem Dornstrauch keine Traube wachsen kann. Doch können gar wohl, wie wir sehen, auf guten Erdreich sowohl Weinstöcke als auch Dornen gedeihen.

Ebenso kann kein schlechter Wille wie ein schlechter Baum gute Früchte, d.h. gute Werke vollbringen.

Dagegen kann gar wohl aus dem [an sich] guten Wesen des Menschen ein guter und auch ein schlechter Wille hervorgehen und es gibt durchaus keine andere Quelle, aus der uranfänglich der böse Wille entspringen könnte, als das [an sich] gute Wesen der Engel und Menschen. Das hat denn auch der Herr selbst dort, wo er von dem Baum und seinen Früchten sprach, ganz deutlich gezeigt; sagt er ja doch: „Entweder laßt den Baum gut sein und auch seine Früchte gut oder laßt den Baum schlecht sein und auch seine Früchte schlecht!“ Damit weist er doch zu Genüge darauf hin, daß zwar an einem guten Baum keine schlechten und an einem schlechten Baum keine guten Früchte gedeihen können, daß aber dagegen ausdemErdreichselbst,von dem er sprach, beiderlei Bäume wachsen können.

Matth. 7,18. Ebd. 7,16.

Judaism: What is hateful to you, do not to your fellowmen. That is the entire Law; all the rest is commentary.: Talmud, Shabbat 31:a :

Was also dir selber verhaßt ist, dass tue auch deinem Nächsten nicht an.

Das ist das ganze Gesetz; der Rest ist Kommentar und Auslegung.

 

Fragen eines guten Freundes

hallo Georg, mich würde sehr deine Stellungsnahme dazu interessieren:
https://youtu.be/ISNSFD8AJ8c
gehört mir mein haus ? – leider nein
Tragt Euch bitte hier ein: https://www.helping-experts.com – Wir werden hier für jeden Interessenten die Möglichkeit bieten, mehr Wissen zu erlangen und tief…
youtube.com

Gesehen von Neo Supertramp am 16:39

Georg:

Das ist sehr schwierig.
Aber ein paar Bemerkungen zu dem Vortrag.

Das Recht ist eine Philosophie und wurde vom Imperium Romanum (Römisches Reich) ‚ersonnen‚ und von der Kirche weiterentwickelt.

Die Sprecherin weist richtigerweise daraufhin, dass eine (“natürliche“ oder “juristische“ (Firmen) Person eine SACHE des Rechts — damit “Gegenstandder Philosophie Recht ist.

Von dieser Philosophie wurde der Mensch zu einer “natürlichen PERSON“also einer Rechts-Sache GEMACHT => Rechtssubjekt: Subjekt von lat. ’subiectum‘ „Subjekt“ entlehnt. Zusammengesetzt aus sub „unter“ und iacere „werfen“.

Das biologische und natürliche Lebewesen Mensch – ein höheres Säugetier, welches zu den Menschenaffen, einem Lebewesen, das zu den Primaten zählt, wurde also von der Philosophie Recht „unterworfen“:

Sein gutes natürliches Sein ist mithin zum Gegenstand einer ‚Ideologie‘ namens “Recht“ konstruiert worden.

Nun gilt aber für alle “Sachen“ und “Dinge“ – ganz unabhängig vom Geschwafel der Sekte der Juristen – dass sie keine “Eigentümer“ oder “Besitzer“ von irgendetwas sein können, weil sie weder “philosophisch“ noch “religiös“ gesehen ’so etwas‘ wie ein “Recht“ haben können:

Es “wohnt“ den Dingen und Sachen kein “Recht“ bei.

Das (möglicherweise) dabei verwirrende ist, dass auch den Lebewesen – in unserem Fall – den Menschen und anderen Tieren auch kein “Recht“ ‚anhängt‘, da dies bedeuten würde, dass das “Recht“ ein außerhalb der Materie existierendes Sein wäre.

Außerhalb der Materie gibt es aber kein ‚weiteres‘ Sein, welches „die Materie bestimmen“ kann:

Einzig und allein „bestimmt die Materie das Bewusstsein“!

Kurz: Die Sprecherin hat recht, dass DINGE, SACHEN (Rechtsachen), PERSONEN keine Eigentümer oder Besitzer sein können!

Nur der Mensch “kann“ Eigentümer oder Besitzer sein!

Aber: Wie soll denn ein Mensch, der sich weder selber erworben noch befreit hat, überhaupt erkennen, dass er nur sein eigener Besitzer und Eigentümer über sich und seinen Körper sein kann???

Doch um dies alles “erklären“ zu können, müsste ich eigentlich ein zweites Buch schreiben und wohl auch Vorträge halten …

Mein erstes Buch — eigentlich nur eine Sammlung von 12 Aufsätzen, in denen ich meine Sicht der Dinge zum Ausdruck brachte, steht kostenfrei seit fünf Jahren als PDF im Internet.

Ironisch/Sarkastisch: Von allen, die ‚mein Buch‘ heruntergeladen und vielleicht auch gelesen haben: Ich habe nur ein Feedback bekommen.

Was soll ich dazu “denken“ oder “empfinden“?

Und was soll ich davon halten, dass meine Ausführungen sogar “zitiert“ werden, ohne zu nennen, worauf sich solche Leute “berufen“ und meine eigenen Gedanken für die ihren ausgeben???

K.Simonow: „…auf, daß auch wir bald Feste feiern.“

“Stalingrad 1942. Die Deutschen hatten auf ihrem Vormarsch durch die Weiten der westlichen Sowjetunion eine breite Blutspur und verbrannte Erde hinter sich gelassen: ermordete Frauen, Greise und Kinder, zerstörte und verbrannte Wohnhäuser, Dörfer, Schulen und Kindergärten, erntereife Felder, geplünderte Speicher und Ställe … es war grauenvoll. Der Winter war gekommen und eisiger Wind wehte über das Trümmerfeld von Stalingrad. Die einst so schön gepflegten Parks und Sportanlagen waren mit Bombentrichtern übersät. Häuser und Straßen waren bis zur Unkenntlichkeit zerbombt und verwüstet. Und immer noch fielen Bomben, heulten die Granaten, um jede Hausruine, jede zertrümmerte Werkhalle, jedes Fleckchen Erde wurde erbittert gekämpft. Endlich war die Wolga zugefroren und es kam wieder Nachschub vom anderen Ufer. Den Angriff zur Wolga hatten die Einheiten der Roten Armee zurückgeschlagen. So war die Lage. General Prozenko kannte sie genau…“

Sascha's Welt

Simonow_TageStalingrad 1942. Die Deutschen hatten auf ihrem Vormarsch durch die Weiten der westlichen Sowjetunion eine breite Blutspur und verbrannte Erde hinter sich gelassen: ermordete Frauen, Greise und Kinder, zerstörte und verbrannte Wohnhäuser, Dörfer, Schulen und Kindergärten, erntereife Felder, geplünderte Speicher und Ställe … es war grauenvoll. Der Winter war gekommen und eisiger Wind wehte über das Trümmerfeld von Stalingrad. Die einst so schön gepflegten Parks und Sportanlagen waren mit Bombentrichtern übersät. Häuser und Straßen waren bis zur Unkenntlichkeit zerbombt und verwüstet. Und immer noch fielen Bomben, heulten die Granaten, um jede Hausruine, jede zertrümmerte Werkhalle,  jedes Fleckchen Erde wurde erbittert gekämpft. Endlich war die Wolga zugefroren und es kam wieder Nachschub vom anderen Ufer. Den Angriff zur Wolga hatten die Einheiten der Roten Armee zurückgeschlagen. So war die Lage. General Prozenko kannte sie genau…

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