Aus einem Diskurs:

“Ich möchte dem hier postulierten Antitheismus höflichst widersprechen.“

Ich habe zwar noch nicht bemerkt, dass hier der Antitheismus postuliert wurde, aber per sé ist die marxistisch-leninistische Philosophie eine durch und durch materialistische, die auf dem von Marx und Engels ‚entdeckten‘ und formulierten Dialektischen Materialismus (DIAMAT) beruht.

Die griechische Präposition und Vorsilbe αντί (anti) hat die Bedeutung ‚gegen‘ oder ‚anstelle von‘. Der DIAMAT – als bisher “höchste Stufe“ der Erkenntnistheorie des Materialismus – ist nicht ‚gegen‘ sondern ‚‚tritt“quasi ‚anstelle des‘ Theismus (“Glaube an Gottheiten“, “höhere Wesen“ außerhalb des Materiellen) und verweist ihn damit dorthin, wo er hingehört: In das endlose Reich der menschlichen Phantasie und seiner Vorstellungskraft, in die Welt der Ahnungen, Vermutungen und Träume. θεός (theos Gott), bzw. θεοί (thei Götter) sind nichts als Personifikationen materieller Erscheinungen.

“Nicht in der Absicht, irgendwie missionieren zu wollen, sondern, weil ich diese Idee, alles Übel sei aus der Religion entstanden, aus tiefster Herzensüberzeugung für grundfalsch halte.“

Die Idee: alles Übel ist aus der Religion entstanden, ist selbstverständlich falsch, denn der Mensch hat ja die Religion(en) gemacht, um damit das Denken anderer Menschen zu dressieren, damit er sie – ohne dass sie es (zunächst) bemerken – entsprechend ausbeuten kann. Religion “will dich eingeschüchtert und verschreckt und brav, Will dich als willenloses, stummes Schaf“. (Reinhard Mey – Füchschen von Flaschenpost)

Religion wurde immer schon dazu verwendet, GEWALT über den Menschen auszuüben. Sie wurde “erfunden“, um ‚damals‘ wie heute die Sklaven depp und doof zu halten, um sie auf diese Weise zu einem Handeln und Tun zu veranlassen, zu dem andere Säugetiere eben nicht angehalten und abgerichtet werden können. Nicht mal unsere nächsten artverwandten Primaten, bekommt man dazu, Löcher in irgendeinen Berg zu treiben, um dort Rohstoffe abzubauen, die zum Überleben des Menschen vollkommen überflüssig sind.

“Und das Gleichnis von Kain u. Abel beschreibt doch genau, das ein Mord die Göttlichkeit entsetzt. „Das Blut deines Bruder schreit..“ – Man spricht ja auch von schreiender Ungerechtigkeit.“

Ja, die “Göttlichkeit“, sprich das von Grund auf Gute-Sein, welches JEDER Mensch ISTentsetzt ein Mord, denn er zerstört und vernichtet ohne irgend einen Sinn vollkommen unwiederbringlich das Gute-Sein, welches der Mensch ist.

“Mit dem Wort „Schuldkultur“ sollte man zudem sehr vorsichtig umgehen: genauso argumentieren die Neonazis nämlich auch.“

Ich verwende das Wort „Schuldkultur“ ausschließlich im anthropologischen Kontext und nicht im juristischen Sinne der Sekte der Philosophie Recht oder im rassistischen Sinne der Nazis.

Die christliche Schuld-Religion mit ihrer Schuld-Philosophie Recht hat eine Schuldkultur errichtet und dazu die Sprache korrumpiert:

„C.S. Lewis hat sich intensiv mit der „Korruption der Sprache“ auseinandergesetzt. Sprache kann heilen oder zerstören, sagte er. Die Sprache heilt, wenn sie eine Wahrheit klar ausspricht. Die korrupte Sprache dagegen ist die unverständliche Sprache …
Die Umdeutung von Gut zu Böse, sagte Lewis, zeigt sich zuerst in der Sprache. Wenn man die Worte oder ihre Bedeutung verändert, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung einer Sache. Ziel dabei ist es, Menschen dazu zu bringen, etwas gutzuheißen, was sie nie tun würden, wenn sie genau wüssten, worum es geht.“ 
Dr. med. Christl Ruth Vonholdt (2007, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, factum 6/2007, S.30)

“Das Marx auf´s heftigste gegen die Religion gewettert hatte, ist natürlich absolut nachvollziehbar.“

Ich kann ihre Aussage nicht bestätigen. Bisher habe ich bei Marx nicht gelesen, dass er gegen die Religion aufs heftigste gewettert hat; im Gegenteil, er hat sie klar und nüchtern in einer großartigen Kürze definiert:

„Die Religion ist das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat.
Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät.
Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind.
Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr encyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund.
Die Religion ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. …
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend.
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
– Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f

Autor: jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו

Seine Göttliche Gnade H.E. GD HRM HMSG CT MMM georg löding राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו ram avatara krishna jauhuchanam ulijauhu Magistra Magnificus Metamagicus Würdenträger ewiger Unantastbarkeit *05.06.1962 Freie und Hansestadt Hamburg Staatsangehörigkeit: Deutschland zwei Töchter, sechs Söhne, zwei Stieftöchter, vier Enkelkinder, eine Schwiegertochter, einen Schwiegersohn http://www.seidenmacher.com

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