Grundsätzliches

„Materielles ist das, was außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein existiert, was objektiv-real existiert; Ideelles ist das was im Bewußtsein existiert [und] vom Bewußtsein hervorgebracht wird [und] vom Bewußtsein abhängig ist, was subjektiv-real ist, weil das Bewußtsein immer an ein Subjekt (in unserer Welt an die verschiedenen Lebensformen) gebunden ist.“ [*1]

»Die Materie ist die außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein existierende objektive Realität und damit ist die Materie (selbst) die letzte Quelle der Erkenntnis.« [*2]

«Die Frage, ob der Begriff Materie anzuerkennen oder abzulehnen ist, ist die Frage, ob der Mensch dem Zeugnis seiner Sinnesorgane vertrauen soll [und damit] die Frage nach der Quelle der Erkenntnis … » [*3]

«… die einzige >Eigenschaft der Materie, an deren Anerkennung der philosophische Materialismus gebunden ist, ist die Eigenschaft, objektive Realität zu sein, die außerhalb unseres Bewußtseins existiert.» [*4]

Mit meinen eigenen Worten ausgedrückt: Ohne mein Gehirn, habe „ich“ kein Bewußtsein, bzw. kann sich keines in „mir“ bilden.

Und dies bedeutet keinesfalls, daß ich nicht bin, wenn ich nicht denken kann!

Das zweite Kind meiner Frau hatte eine Malaria, die dazu führte, daß ihr Gehirn derart geschädigt wurde, daß sie schwerstbehindert wurde und seitdem nicht mehr „denken“ und sprechen kann! Dennoch IST sie ein SEIN, welches objektiv-real existiert!

[*1] Staatsbürgerkunde, Einführung in die marxistisch-leninistische Philosophie, DIETZ VERLAG Berlin 1983, S. 72
[*2] Ebenda, Seite 73
[*3] W. I. Lenin : Materialismus und Empiriokritizismus. In: Werke, Bd. 14, S. 124
[*4] Ebenda, S. 260