Religion HOLOCAUSTON – Putin bleibt fern, allein daheim

Wahre Freiheit kann nur die Wahrheit selber schenken.

«„Was ist Wahrheit?“ fragte der gute Pilatus den König der Wahrheit. Und da er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: „Ich finde nicht einen Fehler in ihm.“»

(nach dem Bericht des Johannes Kapitel 18)

Ich schulde dem Lieben Gott gar nichts. Ich schulde auch der Kirche, der Religion oder der Politik nichts. Ich schulde der Kirche keine Opfer und weder dem „Staat“ Steuern, noch den Juden Geld, Gold oder den Zins, denn denen gehöre ich ja überhaupt nicht (an), wurde ich doch von dem König der Wahrheit freigekauft!

(nach dem Evangelium - der Lehre der Liebe -)

Ich zahle auch nicht für die Verbrechen anderer Leute, die schon lange unter der Erde liegen – darum können sich doch die Toten untereinander selber kümmern! Was habe ich damit zu schaffen? «Laß du die Toten ihre Toten begraben, du aber folge mir nach!» Ist das denn die fragende Bitte eines Idioten gewesen oder Befehl des Königs der Wahrheit?

(nach dem Bericht des Matthäus Kapitel 8:22)

«Seit niemandem zu irgendetwas verpflichtet, nur der Liebe untereinander seid ihr immer verpflichtet. Denn wer den anderen liebt, hat das mosaische Gesetz in seiner ganzen Tiefe und Sinnhaftigkeit erfüllt.» 

(nach dem Brief des Paulus an die Römer 13:8)

Amsterdam, Berlin, Cairo, Dar-es-Salam, Delhi, Entebbe, Frankfurt, Genf, Hamburg, Istanbul, Jerusalem, Kalkutta, Lissabon, Moskau, New York, Ottawa, Paris, Rom, Sidney, Tallin, Tbilisi, Ulm, Valparaíso, Warschau, Xanten, Zürich

January, 21st 2015

Original:

Copyright © Paul Craig Roberts, 2015/01/19, Washington, Washington DC in the USA.

http://www.paulcraigroberts.org/2015/01/19/trolling-russia-israel-shamir/

– eine Übertragung aus dem Amerikanischen –

von Seiner Göttlichen Gnade

georg löding

– राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו – 

ram avatara krishna jauhuchanam ulijauhu

Israel Shamir ist ein in Russland geborener Jude und israelische Staatsbürger.

Er hat oft interessante Dinge zu sagen.

Trolling Russland

Von Israel Shamir

Die schnell zusammen gezimmerte Hütte der Welt nach 1991, bricht gerade jetzt vor unseren Augen zusammen. Die Entscheidung von Präsident Putin, der alljährlichen Wallfahrt nach Auschwitz fernzubleiben, gleich nach seiner Abwesenheit in Paris an dem Charlie-Festival, gab ihr den letzten Stoß. Es war gut, und hat viel Spaß gemacht, Russland zu trollen, solange sie auf Kurs blieb. Nicht mehr. Russland hat die Regeln gebrochen.

Bisher wollte Russland, wie ein Landei in Eton, dazugehören. Es nahm an der Versammlung der Granden teil, wo es gemieden wurde; zahlte seine Beiträge an europäische Einrichtungen, die sie ständig verurteilte; hat gleichermaßen unter den unaufhörlichen Einschüchterungen der Großmächte geduldig gelitten, wie der irritierenden Hetze osteuropäischer kleinen Hasen. Doch etwas ist zerbrochen. Plötzlich will „der fremde“ Junge nicht mehr dazugehören; er nahm seine Sachen und ging nach Hause – gerade jetzt, wo sie ihn so dringend zum Kniefall in Auschwitz gebraucht hätten.

Auschwitz ist das alljährliche Treffen von Canossa westlicher Führer, wo sie ihr historisches Versagen, die Juden zu schützen, beweinen und ihnen alljährlich ihren Gehorsam schwören. Dies ist ein wichtiger religiöser Ritus unserer Zeit, das Eine Verbindungsglied, sie alle zu beherrschen. Im Jahr 2001 etabliert, als das jüdisch-amerikanische Imperium den Höhepunkt seiner Macht erreicht hatte. Der russische Staatschef hatte ordnungsgemäß an den Veranstaltungen teilge-nommen. In diesem Jahr müssen sie ohne ihn auskommen. Israelische Minister drückten bereits ihre tiefe Unzufriedenheit darüber aus, war es doch die Russische Rote Armee unter der Führung von Josef Stalin, die die Juden in Auschwitz gerettet und befreit hatte.

Russlands Abwesenheit wird den Holocaust-Gedenktag zu einem provinzlerischen West-Ereignis werden werden lassen. Abscheulicher aber als das: Russlands Platz wird von der Ukraine ein-genommen werden, die durch die reuelosen Erben von Hitlers Bandera Banden „regiert“ werden.

Dies kommt nach der Französisch ‚Charlie‘ Demo, die auch von Russland verschmäht wurde. Der Westen deutete an, dass Russland ihre Sünden vergeben würde, natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, was selbstverständlich damit verbunden ist, zunächst zur Demo zu erscheinen, und später, der geplanten Anti-Terror-Koalition beizutreten, tja, aber Russland hat den Köder nicht geschluckt [wie schade ist das denn?]. Das war eine sichtbare Veränderung, denn bisher hatte die russische Führung eifrig an allen gemeinsamen Veranstaltungen teilgenommen und stimmte für vom Westen gesponserte Resolutionen.Im Jahr 2001 hat Putin noch vollständig George Bushs Krieg gegen den Terrorismus in der UNO und vor Ort unterstützt. Erst kürzlich im Jahr 2011 hat Russland Sanktionen gegen Nordkorea und dem Iran zugestimmt. Und wenn es gegen irgendetwas zu demonstrieren galt, konnte sich immer auf die Russen verlassen werden. Dieses Mal sind die Russen nicht gekommen, bis auf das Anzeichen der Anwesenheit von Außenminister Lawrow. Diese unbeugsamen Nachfolger von Herrn Nyet [Nein!] verließ die Veranstaltung fast sofort und ging – in die russische Kirche, um zu beten – in einer Art Gegendemonstration, sozusagen, gegen Charlie.

Durch seinen Kirchgang, erklärte er, „Ich bin nicht Charlie.“

Denn die Zeitschrift Charlie Hebdo war (und wahrscheinlich ist) explizit antichristlich und anti-muslimisch. [also Sadismus] Man findet auf dessen Seiten einige sehr widerliche, die Jungfrau Maria und Christus beleidigende Karikaturen, natürlich auch vom Papst und der Kirche. (Juden wurden aber irgendwie nie beleidigt).

Ein russischer Blogger, der mit diesem Magazin zum ersten Mal in Berührung gekommen ist, schrieb auf seiner Seite: Ich schäme mich, dass die Bastarde von den Muslimen, und nicht von den Christen so behandelt wurden.“ Das war ein ziemlich gemeinsames Gefühl in Moskau in diesen Tagen. Die Russen konnten nicht glauben, dass eine derartige Fäulnis veröffentlicht wird und als ein Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt wird. Menschen planten eine Demo gegen Charlie, aber das Rathaus verbot es.

Denken Sie daran, als vor ein paar Jahren die Pussy Riot die St. Erlöser-Kathedrale von Moskau entweiht haben, wie die Femen es in einigen großen europäischen Kathedralen, von Notre Dame de Paris nach Straßburg durchführten. Die russische Regierung wartete nicht auf Selbstjustiz, die den Viragos zuteil geworden wäre, sondern schickte sie für bis zu zwei Jahre ins Gefängnis. Zur gleichen Zeit wurde das russische Strafrecht geändert und führt „Sakrileg“ unter den gewöhnlichen Verbrechen aus, was eine allgemeine Zustimmung fand. Die Russen fühlen sich ihren Glauben stärker verpflichtet, als die Herrscher der EU es verschreiben.

In Charlies Frankreich, zwang Hollandes Regime die Menschen, die nicht willens waren, im Würgegriff der Polizei, in ein völlig unnötiges Homosexuellen-Ehe-Gesetz, und dies entgegen der Millionen starken Protest-Demonstrationen von Katholiken. Femen, die die Kirchen berauben, werden nie bestraft; aber Gemeindevorsteher, die das zu verhindern versuchten, wurde schwer bestraft. Frankreich hat eine lange anti-christlichen Tradition, die in der Regel als „laizistisch“ beschrieben wird, und seine große Anti-Kirchen-Koalition aus Atheisten, Hugenotten und Juden verschmolz in Tagen der Dreyfus-Affäre. So war Lawrows Flucht in die Kirche eine Gegendemonstration, die besagt: Russland ist für Christus, und Russland ist nicht gegen die Muslime.

Obwohl die herrschenden westlichen Regime antichristlich und anti-islamisch sind, sind sie in einem Ausmaß pro-jüdisch, die sich jeder rationalen Erklärung entzieht. Frankreich hatte Tausende von Soldaten und Polizisten geschickt, um jüdische Einrichtungen zu verteidigen, obwohl diese Verteidigung ihre Nachbarn vor den Kopf stößt. Während Charlie wegen seiner Beleidigungen und Verhetzung von Christen und Muslime verherrlicht wird, kam Dieudonné ins Gefängnis (nur für einen Tag, aber mit großem Tamtam), weil er einige Juden verärgert hatte. Tatsächlich kündigte Charlie Hebdo einen Journalisten für einen Satz, der sich angeblich respektlos gegenüber Juden äußerte. Diese Ungerechtigkeit ist eine Quelle des Ärgers: Muslime wurden aus den Gerichten hinaus gespottet, wenn sie sich gegen besonders abscheuliche Charlie Karikaturen beschweren, aber Juden gewinnen fast immer, wenn sie bei Gericht gegen ihre vermeintlichen Verleumder vorgehen.

(Vollständige Offenlegung: Ich selber wurde auch von LICRA*[1], einer jüdischen Organisation in Frankreich, verklagt, während mein Französisch Verleger durch ihre Prozesse ruiniert wurde).

Die Russen verstehen die westliche Begeisterung für Juden nicht, denn die russischen Juden wurden gut aufgenommen und in der Regel in die Gesellschaft integriert. Die Erzählung des Holocaust ist in Russland aus einem einfachen Grund nicht populär: so viele Russen aus jeder ethnischen Herkunft verloren ihr Leben im Krieg, dass es keinen Grund gibt, um sich die Juden als höchste Opfer herauszupicken. Millionen starben an der Belagerung von Leningrad; Weißrussland verlor ein Viertel seiner Bevölkerung. Noch wichtiger ist, Russen empfinden keine Schuld gegenüber den Juden: sie wurden fair behandelt und sie wurden vor den Nazis gerettet. Für sie ist der Holocaust eine westliche Erzählung, so fremd wie JeSuisCharlieMit dem Ausscheiden Russlands aus dem westlichen Konsens, gibt es keinen Grund, sie zu pflegen.

Dies bedeutet aber eben nicht, dass die Juden diskriminiert werden. Den Juden in Russland geht es sehr gut, Gott sei Dank, auch ohne Holocaust-Anbetung: sie besetzen die höchsten Positionen in der Forbes-Liste der Reichsten Menschen Russlands, mit einem Gesamtkapital von 122 Milliarden US-Dollar, während alle reichen Russen es zusammen auf nur 165 Milliarden $ nach jüdischen Quelle bringen. [Anmerkung des Übersetzers: nur zum Vergleich: Airbus hat allein im Geschäftsjahr 2014/15 Flugzeuge im Wert von 900 Milliarden US-Dollar verkauft.] Juden führen die bekanntesten Medien-Shows zur Hauptsendezeit im russischen Staats-TV; sie publizieren Zeitungen; sie haben uneingeschränkten Zugang zu Putin und seinen Ministern; sie haben in der Regel ihren Weg, wenn sie ein Grundstück für ihre kommunalen Zwecken benötigen. Und antisemitischer Propaganda ist strafbar – genau wie antichristliche oder anti-islamische Schmähungen, aber noch stärker.

Dennoch ist es unmöglich sich vorzustellen, dass ein russischer Journalist gekündigt würde, wie CNN Anker Jim Clancy oder BBC Tim Willcox, weil ein Jude sich aufregt oder etwas  gegen Israel vorgetragen wird.

Russland bewahrt seine Pluralität, Vielfalt und Meinungsfreiheit. Die pro-westlichen russischen Medien – Nowaja Gaseta von Oligarch Lebedew, der Besitzer des britischen Zeitung Independent – tragen die Jesuis-Slogan, sprechen vom Holocaust und veröffentlichen Auf-Forderungen die Krim an die Ukraine zurückzugeben. Aber die überwiegende Mehrheit der Russen unterstützen ihre Präsidenten und seine zivilisatorische Wahl. Er drückte dies deutlich aus, als er nach Mitternacht eine Christmette in einer kleinen Dorfkirche in weit entfernter Provinz, zusammen mit Waisen und Flüchtlinge aus der Ukraine feierte. Und er machte es deutlich durch die Weigerung, nach Auschwitz zu gehen.

Weder tanzt Russland gerne noch leicht aus der Reihe. Putin versuchte, westlicher Hetze den Wind aus den Segeln zu nehmen: seien es die Olympische Spiele, die Syrien Konfrontation, die Geschlechterpolitik, die georgische Grenze, selbst noch bei den Sanktionen, die sich auf die Krim bezogenen. Der offene Wirtschafts-krieg war wegweisend. Russland wird durch fallende Ölpreise, den Verfall des Rubels und durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit angegriffen. Diese Entwicklungen werden als ein Akt der Feindseligkeit, und eben nicht als das Ergebnis „einer unsichtbare Hand des Marktes“ aufgefasst.

Die Russen lieben „Conspiracia“, wie James Bond zu sagen pflegte. Sie glauben nicht an Zufall, der „Fügung“ noch irgendwelchen Natur-Ereignissen, und sind wahrscheinlich eher dazu geneigt, bei fallende Meteoriten oder einem Erdbeben – diese als eine Folge der feindlichen amerikanischen Maßnahmen zu betrachten, wie viel weniger einen Rückgang der Währungsrelation Rubel / Dollar-Wechselkurs. Sie könnten recht haben, auch wenn es schwer zu beweisen ist.

In Bezug auf den Ölpreis-Rückgang ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Einige sagen, dass es sich um eine Aktion der Saudis handelt, die sich gegen amerikanische Fracking-Unternehmen richtet oder es sich alternativ um eine Saudi-amerikanische Verschwörung gegen Russland handelt. Allerdings wird der Ölpreis nicht durch Angebot und Nachfrage gebildet, sondern durch Finanzinstrumente, Futures und Derivaten. Diese virtuelle Angebot- und Nachfrage-Verhalten ist viel größer als die reale Angebots- und Nachfrage-Situation. Als die Hedge-Fonds aufhörten Öl-Futures zu kaufen, wurde der Preisrückgang unvermeidlich; aber wurde die Entscheidung der Fonds von Politikern gelenkt, oder haben sie so gehandelt, weil das Quantitative Easing endete?

Der starke Rückgang des Rubels könnte mit dem Ölpreis-Rückgang verbunden sein, aber nicht unbedingt. Der Rubel ist nicht an der Ölpreis-Bildung beteiligt. Es könnte eine Aktion durch eine sehr großes Finanzinstitut sein. Soros brach dem Britischen Pfund im Jahr 1991 das Genick und gewann; der Thai Bad und Malaysischen Ringgit erlitten im Jahr 1998 ein ähnliches Schicksal; in jedem Fall verlor das jeweils angegriffene Land etwa 40% des BIP. Es ist gut möglich, dass Russland von Finanz Waffen, die von New York aus auf sie gerichtet wurden, angegriffen worden ist.

Die europäischen Strafmaßnahmen untersagen langfristige günstige Kredite an russische Unternehmen. Der russische Staat braucht keine Kredite, aber die russischen Unternehmen benötigen sie. Eine Kombination dieser Faktoren stellt einen Druck auf russische Taschen dar. Die Rating-Agenturen halten die Herabstufung des Ratings russischer Unternehmen fast auf Junk-Niveau aufrecht – aus politischen Gründen – wurde mir gesagt. Als sie von Kredit beraubt wurden, begann die Staatsunternehmen, Dollar zu horten, um später damit ihre Schulden zu bezahlen, und sie verzichteten auf die Umwandlung ihrer riesige Gewinne in Rubel, wie sie es bisher getan hatten. Der Rubel fiel drastisch zurück, wahrscheinlich viel geringer als es hätte sein müssen.

Dies Sanktionen zielen nicht auf Freunde von Putin ab. Dies ist ein ausgewachsener Krieg. Falls die Initiatoren erwartet hatten, dass die Russen nun sauer auf Putin sind, haben sie sich in den Finger geschnitten und verrechnet. Die russische Öffentlichkeit ist wütend auf die amerikanischen Organisatoren der wirtschaftlichen Kriegsführung, nicht mit der eigenen Regierung. Die pro-westliche Opposition ver-sucht, gegen Putin zu demonstrieren, aber nur sehr wenige Menschen schlossen sich ihnen an.

Gewöhnliche Russen halten die Ohren steif. Sie bemerkten die Sanktionen nicht, bis der Rubel taumelte, und selbst dann kaufte sie wie verrückt und haben nicht protestiert. Angesichts einer schrumpfenden Währung, fingen sie nun nicht an Salz und Zucker zu kaufen, wie ihre Großeltern dies noch mussten. Ihr Schlachtruf gegen das Horten war: „Nehmen Sie nicht mehr als zwei Lexus Autos pro Familie, lassen Sie etwas für andere übrig!“

Vielleicht gingen die unsichtbaren Finanziers zu weit. Anstatt sich einschüchtern zu lassen, bereiten sich die Russen auf einen echten und langen Krieg vor, wie sie ihn und ihre Vorfahren in der Vergangenheit kämpften – und gewannen. Es ist ja nicht so, als dass sie eine Wahl haben: wenn die Amerikaner auch darauf bestehen, dass Russland deren War-on-Terror-II beitritt, so beabsichtigen sie dennoch nicht, auf die Sanktionen gegen Russland zu verzichten.

Die Russen kennen sich nicht mit einem Finanz-Anschlag aus. Ohne Kapital-Restriktionen, wird Russland weggefegt. Die Russische Zentralbank und die Leute im Finanzministerium sind strenge Monetaristen und Kapital-Restriktionen sind ein Anathema für sie. Putin, selbst ein Libertärer, vertraut ihnen offenbar. Die Kapitalflucht hat riesige Ausmaße angenommen. Bis Russland die Maßnahmen ergreift, die von Mohammad Mahathir von Malaysia erfolgreich angewendet wurden, wird sie weiterhin anhalten. Derzeit sehen wir aber keine Anzeichen eines Wandels.

Dies könnte ein Anreiz für Putin sein, in der Ukraine vorzustoßen. Die Russen wissen zwar nicht, wie Futures und Derivaten zu mischen sind, sie sind aber Experten in gerüsteten Bewegungen und Panzerschlachten. Kiews Regime sucht auch den Kampf, anscheinend auf Drängen amerikanischer Neokonservativer. Es ist durchaus möglich, dass die USA mehr bekommen, als sie es für die Ukraine erwartet hatten.

Man kann sicher sein, dass die Russen nicht den Kreuzzug der NATO im Nahen Osten unterstützen werden, deren Militäraktion während der Charlie-Demo in Paris vorbereitet wurden. Es ist alles andere als klar, wer die Karikaturisten getötet hat, aber Paris und Washington beabsichtigen, dies zu nutzen, um den Krieg im Nahen Osten wieder zu entfachen.

Dieses Mal wird Russland sich in der Opposition befinden, und wahrscheinlich wird es als eine Gelegenheit dienen, um die unbequeme und verfahrene Situation in der Ukraine zu ändern. Die Unterstützer des Friedens im Nahen Osten haben also einen guten Grund, um Russland zu unterstützen.

Israel Shamir arbeitet in Moskau und Jaffa; er kann auf adam@israelshamir.net erreichbar

*[1] Die Ligue internationale Contre le Racisme et l’Antisémitisme (LICRA) oder früher LICA (Ligue internationale Contre l’Antisémitisme) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus verschrieben hat. Sie wurde in Frankreich gegründet, wo sie noch heute ihren Aktivitäts-Schwerpunkt hat und politisch sehr einflussreich ist. Quelle: Wikipedia

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